Archiv für: 2010

13.12.10

Wie sind meine Chancen?

Wenn wir vor einer Aufgabe stehen, laufen bei uns auch interne Prozesse ab, z. B. eine automatische Einschätzung der Situation und ein Vorauserleben der vermutlich eintretenden oder angestrebten  Abläufe. Gleichzeitig aber auch immer eine Einschätzung der Wahrscheinlichkeiten, z.B., wie wahrscheinlich es ist, dass die Sache so oder anders ablaufen wird. Diese Einschätzung der Wahrscheinlichkeiten beruht zu einem nicht zu unterschätzenden Anteil aus eigenen Erfahrungen und Erfahrungen anderer Menschen, von denen man gehört hat. Das kommt aus dem Bestreben, selbst in die Zukunft größt-mögliche Sicherheit für uns hineinzutragen, obwohl das auch leicht an der Realität vorbeigehen kann, weil der Sachverhalt vielleicht doch nicht so ist, wie er von uns eingeschätzt oder interpretiert wird. Auch wegen dieser Unsicherheit ist es manchmal gar nicht so abwegig, die Deutung der Zukunft in vollem Bewusstsein und nach eigenen Wunschvorstellungen vorzunehmen: also vorab den gewünschen Verlauf selbstbewusst zu "bestimmen" und auch zu erwarten. Das macht Spass und man ist tatsächlich interessiert zu beobachten, ob der Verlauf sich dann nicht doch so ergibt, wie gewünscht.

10.12.10

Selbstkonditionierungs-Test

Wenn Sie in nächster Zeit irgendwas Belastendes oder Unangenehmes Tun oder über sich ergehen lassen müssen, gönnen Sie sich vielleicht daraufhin und vorher eine entlastende  Selbstkonditionierung! Das ist zum Einen eine spielerische Gedankenablenkung oder "Gedankenmilderung", zum Anderen öffnet es eine Tür in die Richtung, dass  anderes, angenehmeres Erleben nicht mehr sicher ausgeschlossen ist, also tatsächlich eine Chance bekommt, in Erscheinung zu treten. Beispiel: Erickson soll einmal bedroht worden sein, verprügelt zu werden ( etwa:"Ich werde Dir jetzt eine ordentliche Tracht Prügel verpassen"). Dem "Agressor" äußerlich von vorne herein deutlich und offensichtlich unterlegen, nutzte er seine Erfahrung und seine Menschenkenntnis, indem er nur sagte:"Vielleicht". Dadurch war der Andere schließlich so verunsichert, dass er sein Vorhaben nicht wahr machte. An diesem Beispiel sieht man klar, wie hier eine neue Wahrscheinlichkeit ins Geschehen gelassen wird, ohne gleichzeitig Sicherheit versprechen zu müssen. Aber Letzteres muß zu dem Zeitpunkt auch garnicht sein, weil diese zusätzliche , neue Option trotzdem wie ein dünner Keil wirkt und sogar  schnell zu einem dicken Keil werden kann, wenn der Empfänger dies (bewusst oder unbewusst) zulässt. -  Treiben also auch Sie in ihrer Sache einen Keil zwischen sich und der gemeinten Angelegenheit hinein und erleben vielleicht dadurch eine erfrischende Überraschung! Was spricht dagegen? Dieser Keil könnte z.B. ein Satz sein, den Sie, der Situation entsprechend angepasst, mehrmals für sich wiederholen und dann in offener, vielleicht sogar mit einer gewissen zuversichtlichen,inneren Haltung beobachten, was da kommen mag. Selbst, so meine Erfahrung, wenn Sie den Vorgang danach vergessen, ist das garnicht schlimm, ja manchmal auch förderlich, weil man auch verkrampft abwarten könnte. In jedem Fall werden Sie sich nach dem befürchteten Moment erinnern, sich bewusst werden und mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Veränderung des ursprünglich Erwarteten bestätigen können. So ein Satz, der von Ihnen wiederholt werden würde, könnte etwa so lauten: "Wenn ich .....(Tun/Erleben)..., kann es durchaus sein, dass dies ganz überraschend gut/angenehm für mich ist". Seien Sie bei der Satzgestaltung ruhig kreativ und lassen Sie sich dabei von guten Gefühlen leiten, dann gelingt es.

04.12.10

Vertrauen oder Kontrolle?

Ich glaube, dass nirgends das Thema Vertrauen so schwierig ist, wie wenn es sich um das Vertrauen für etwas Zukünftiges handelt. Und wenn es sich obendrein um etwas handelt, was nicht absolut üblich und naheliegend ist, dann wird es noch einmal schwieriger. Und: Eigentlich ist Vertrauen etwas, was m. E. entgegengesetzt zur Kontrolle steht. Kontrolle kann uns Sicherheit geben, Vertrauen hat etwas Vages/Unbestimmtes an sich und entzieht sich sebst jeder "vorauseilenden" Kontrolle. Eigentlich trifft der Satz:" Entweder man hat Vertrauen oder nicht!" den Kern unseres Verhältnisses zum Vertrauen. Also entweder es ist da oder nicht? Na ja-, Vertrauen kann auch wachsen. In manchen Ehen war das z. B. früher so, in "gestifteten" oder "arrangierten". Mit Hypnose kann man Vertrauen auch leicht in Verbindung bringen: Da ist das Vertrauen des Klienten in den Hypnotiseur und da ist das Vertrauen des Hypnotiseurs in den Klienten. Und Beide vertrauen auf das Können und die Erfahrung des Hypnotiseurs. Diese Erfahrung und das Können bilden (hoffentlich) eine Art von Kontrollrahmen, in dem sich das vertrauengetragene Hypnoseverhalten abspielen kann. Und dieser Kontrollrahmen kann, je nach Persönlichkeit des Hypnotiseurs, enger oder weiter sein, bei Wenigen scheint so ein Rahmen sogar garnicht zu existieren. Bei Erickson war dieser Rahmen mindestens weit offen oder wenigstens an überraschenden Stellen ungewöhnlich weit offen: ich erinnere mich u.a. daran, gelesen zu haben, dass er bei "resistenten" Kliemten/Probanden voller Vertrauen eine tiefe Hypnose hervorrufen konnte, indem er eine tief hypnotisierte Person in das Behandlungszimmer führte und selber das Zimmer für eine selbst ausgedachte Zeit verließ. Dadurch "übertrug" sich offensichtlich die Hypnose in mehreren Fällen erfolgreich auf die verdutzten Klienten und von Resistenz war nichts mehr zu sehen.- Dieses Verhalten basierte m.E. auf "solidem" Vertrauen, d.h. gewachsenem Vertrauen, gewachsenen aus seiner unglaublichen Anzahl von selbst durch-geführten Hypnosen. Dazu hat er aber sicher anfangs immer wieder Momente durchlebt, in denen es ganz ohne Kontrolle gehen musste, weil er Neuland betrat, bezw. betreten musste, wenn er bessere, andere Erkenntnisse finden wollte. Demnach würde ich sagen, dass an jedem (Neu-)Anfang  Vertrauen stehen muss, nicht Kontrolle.

16.11.10

Umweg Hypnose?

Vor M.H.Erickson war die "autoritäre" Hypnose an der Tagesordnung, war aber in vielen Fällen erfolglos, weil sie nicht "kompatibel" genug war. Schaut man aber auf die Tatsache, dass doch auch Erfolge da waren und auch heute noch da sind, kann man sich zu recht fragen, wieso Erfolge auf diese Art möglich sind. Nun kann man zuerst natürlich das Über- und Unterordnungsverhältnis zwischen den Beteiligten hervorheben. Das muss aber m. E. nicht immer die Ursache sein. So kann es doch durchaus eine Akzeptanz "auf Augenhöhe" (aus welchen Gründen auch immer) zwischen Hypnotiseur und Klienten geben. Eine andere Möglichkeit könnte auch sein, dass in einigen Fällen eigentlich gar keine Hypnose nötig ist und hypnotische Wirkungen unmittelbar durch eine klare Aufforderung ausgelöst werden. Das würde aus meiner Sicht z. B. da funktionieren, wo Vertrauen in den Hypnotiseur und, gleichzeitig, ausreichend Selbstvertrauen vorhanden wäre. Ich habe damit gelegentlich experimentiert und manches verblüffende Ergebnis bekom- men! Mir sieht es so aus, dass eben auf verschiedensten Wegen "hypnotische Wirkungen" bewirkt werden können, auch ohne Hypnose, weil ganz einfach das menschliche Potential  dabei angesprochen wird. So gedacht könnte man sagen, dass Hypnose manchmal ein Umweg zum Potential ist.

08.11.10

Was will ich anerkennen? (1)

Viele Untersuchungen und Erfahrungen (auch aus der Hypnose) haben ergeben, dass unser Gehirn nicht unterscheidet zwischen "Realität" und innerer Vorstellung. Das heißt faktisch, dass wir Menschen eigentlich die freie Wahl haben, auf welche der beiden Bereiche wir uns, von Fall zu Fall, mit unserer Aufmerksamkeit ausrichten wollen. Diese Freiheit wird von uns allerdings selten erkannt und noch weniger genutzt und wenn doch, dann oft aus einer besonderen Situation heraus und weitgehend unbewusst. Durch diese Umstände erkennen wir statt dessen so nebenbei das als Realität an, was nun mal als "greifbare Wirklichkeit" da ist und versuchen uns durch Anpassung an diese Realität heil durchzubringen. Wie gesagt, unser Gehirn wundert sich dabei vielleicht, warum wir diesem Bereich für und mit unsere(r)  Aufmerksamkeit den Vorzug einräumen. Nun kann man natürlich entgegen-halten, dass man die Realität unmöglich einfach wegdenken kann. Aus eigener Erfahrung und aus Berichten und Erzählungen Anderer weiss ich, dass sehr wohl an dieser Realität immer "gerüttelt" werden kann. Nehmen wir erst mal die typische Situation der nackten Not: Ein Mann erzählte mir, dass er einmal finanziell extrem in der Klemme war und deshalb sehr glücklich war, dass er im letzten Moment einen 1-Tages-Beratungsauftrag bekam. Alles passte, der Auftrag wurde zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten durchgeführt und der Berater durfte sofort seine Rechnung ausstellen. Aber- dann ließ der Auftraggeber durchblicken, dass er erst NACH SEINEM 4-WOCHENURLAUB überweisen würde, dann aber sofort. Statt jetzt alle Hoffnung zu verlieren, versuchte der Berater instinktiv, Zeit zu gewinnen (er verwickelte den Auftraggeber in ein längeres Gespräch über Dies und Das) und stellte sich innerlich immer wieder vor,dass er nur eine einzige Lösung akzeptieren wollte, dass er sich letztlich mit einem Bar-Scheck in der Hand vom Auftraggeber verabschieden würde. Obwohl der Auftraggeber soeben noch mehrfach betonte, er wolle auf keinen Fall sofort zahlen, nahm das Gespräch doch nach etwa 20 Minuten den Verlauf, dass der Auftraggeber plötzlich und abrupt fragte, wie hoch denn der Scheck ausgestellt werden müsse, schrieb ihn aus und die Beiden verabschiedeten sich. Nachdem der Berater das Geld bei der Bank abgeholt hatte, rief ihn der Scheckaussteller an und fragte ihn geradeheraus, was er mit ihm gemacht hätte, denn eigentlich hätte er den Scheck doch auf jeden Fall erst viel später ausstellen wollen.--Gibt es im Moment irgendwas, was Sie, liebe Leserin, lieber Leser, anders haben wollen? Wie sähe dann Ihr Wunschergebnis aus, wie wären die Umstände, wenn alles so käme, wie von Ihnen herbeigesehnt? Stellen Sie es sich immer wieder vor und fühlen Sie sich immer wieder da rein (!) dann hat diese Vision eine hohe Wahrscheinlichkeit, sich zu verwirklichen!  

04.11.10

Was denkt der Hai?

Ich habe einmal gelesen, dass Haie kurz vor dem Zubeißen die Augen schließen. Ehrlich gesagt, hätte ich sowas am allerwenigsten von einem Hai erwartet! Was denkt der sich dabei? Denkt der etwa "Augen zu und durch"? Vielleicht wissen wir mehr, wenn wir seine Mimik beim Biss genauer studieren? Oder sollten wir versuchen, Etwas aus der Biss-Stärke über seinen momentanen, seelischen Zustand herauszufinden? Ich weiss es nicht.  Im menschlichen Bereich hat das Augen-Verschließen ja auch eine große, symbolische Bedeutung, ähnlich wie das absichtliche Wegsehen. Beides kann  u. a. gut eingesetzt werden, wenn man sozusagen der Wirklichkeit entfliehen will, und sei es nur für einen kurzen Moment. Aber es kann auch so sein, dass so ein Wegsehen auch ein Vorbeisehen ist, ein Übersehen. Oft kommt es doch vor, dass unsere Geisteshaltung uns zu solchen Fehlleistungen verführt, weil wir es einfach nicht besser wissen in dem entscheidenden Moment. Beispielsweise können da schnell Unfälle passieren, wenn ein Auto kommt, wo man üblicher Weise gar kein Auto erwarten dürfte. Ein solcher Vorgang ist im hypnotischen Bereich die Unterbrechung eines normaler Weise als Einheit gedachten Vorgangs, die dann wiederum z. B. gut zur Induktion einer Hypnose genutzt werden kann. Die Hand-Schüttel-Induktion von M.H.Erickson ist dazu ein wundebares Beispiel. - Worauf ich aber hinaus will ist, darauf hinzuweisen, wie wichtig es ist, unser übliches Denken und Verhalten immer wieder daraufhin zu prüfen, ob da nicht doch in dem einen oder anderen Fall eine "Abbiegung", eine Pause oder sonstwas Anderes möglich sein könnte, was bessere Ergebnisse für uns ermöglichen würde. Viele inzwischen negative Automatismen könnten so abgebrochen oder mit anderem Verhalten neu verknüpft werden und neue Wege öffnen. Vielleicht müssen dann Gewalttätigkeiten nicht mehr sein, vielleicht gibt es dann im Einzelfall nicht nur das Entweder-Oder, sondern jede Menge Zwischenlösungen? Und vielleicht setzt ganz neues Denken ein mit ganz überraschenden Ergebnissen? Sprinter haben zwar lange gebraucht, die Möglichkeit zu akzeptieren, dass die 100-Meter-Strecke auch unter 10 Sekunden möglich ist, aber dann konnten es Alle denken.--Und was den Hai angeht: vielleicht will er doch einfach nicht sehen, was er da anrichtet und konzentriert sich in dem Moment mehr auf seinen Geschmacksinn? Wer wollte ihm das verdenken.

02.11.10

Zuversicht vs. Stress

Meines Erachtens kann man Stress nur schwer "packen", wenn man sich gerade in einer solchen Situation einfach so entspannen soll. Im Zusammenhang mit Entspannung kenne ich das nur auf direkte Weise mit Hilfe von Meditation und das nur mit entsprechender Übung. Aber eigentlich geht es ja bei der Behauptung gegen den Stress nur um einen Vorgang überhaupt : Ablenkung der Aufmerksamkeit, d. h. im Ernstfall an was Anderes denken.  Aber auch das will geübt sein, es sei denn, man hat einen Alternativ-Focus der per se schon sehr anziehend wirkt. Das kann natürlich bei jeder Person etwas Anderes sein, sollte aber Etwas sein, was es der anwendenden Person sehr leicht macht, sich jederzeit ganz und gar darauf einzulassen und gleichzeitig wirklich alles Andere rundum zu vergessen. Am besten ist es wohl, solche vermeintlich gut passenden Alternativen im Einzelfall, ganz konkret und praktisch auszuprobieren. Der andere Weg wäre, sich solches Verhalten mit so einer Art therapeuthischer Methode anzutrainieren, so lange, bis es klappt. Erickson hat oft dem Weg den Vorzug gegeben, der der natürlichere war und es dem Individuum erlaubte, sich selbst bei der Problemlösung mit einzubringen. Dies vor allem, weil das ganz einfach eine höhere Erfolgsgarantie mit sich brachte und bringt. Das würde m. E. also mehr dafür sprechen, sich einen u. U. sehr persönlichen Alternativ-Focus zu suchen, egal, ob das dann etwas Skuriles oder Fantastisches ist. Versuchen Sie es, wenn Ihnen das zusagt. In jedem Fall empfehle ich Ihnen, etwas zu bevorzugen, was auch gleichzeitig Zuversicht bei Ihnen auslöst, weil Ihnen das genügend "Schwung" gibt, sich aus der Umklammerung der jeweiligen Stress-Situation herauszulösen. Wenn man so will, bedeutet das: Mit Zuversicht gegen Stress. 

30.10.10

Tipp fürs Wochenende

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!     Wie würde es Ihnen gefallen, dieses Wochenende eine Reise zu unternehmen, die vielversprechend aussieht und nichts kostet ? So eine Reise können Sie machen, indem Sie in Ihrer Fantasie reisen (wenn Sie wollen, auch gerne mit PartnerIn oder Kind). Die möglichen Ziele können unendlich verschieden sein, ganz nach Wunsch, aber es gilt eine eiserne Regel: Ihr Ziel sollte nicht einfach so la la sein, sondern sich so gut anfühlen, dass Sie wirklich begeistert sind, vielleicht sogar ein wenig aufgeregt!! Und dann nehmen Sie sich doch mal die Zeit, machen es sich suuuperbequeeem und fangen einfach an "zu spinnen", vermischen Mögliches, Denkbares mit "Undenkbarem" und wundern sich selber über den Spaß, den Sie dabei erleben  können!                              Und dann, wenn Sie sich richtig gut fühlen, sind Sie genau in der richtigen Verfassung, dieser Reise noch einen zusätzlichen Nutzen abzugewinnen - wenn das für Sie einen Sinn macht - :machen Sie eine Kurzreise zu sich selbst, zu ihrem derzeitigen Hauptproblem, schauen Sie sich dieses (vorübergehende)  Problemchen kurz und genau an und dann denken Sie mal an alle Ihnen dazu einfallenden, spontanen "Ideallösungen", - Lösungen, die es logischer Weise eigentlich so NIIIEEE geben kann, die ihnen aber trotzdem SAU GUUUT (sorry) gefallen würden!!! Und dann suchen Sie sich die schönste, beste ,glücklich-machenste Lösung raus und "spielen" damit herum, solange es ihnen gefällt und in allen Details, wenn Sie wollen auch jeden weiteren Tag!   Denn, wenn man die Hier-und-Jetzt-Situation kennt und das WunschZiel, sich daran immer wieder erfreut, können Wunder geschehen ! Wunder, die Sie dann selbst herbeigeführt haben, also KEIN KINDERKRAM, wenn ich so sagen darf. Ich wünsche Ihnen das Beste.

Spruch des Tages

Wenn Du Erfolg hast, ist das der richtige Weg.   Wenn Du keinen Erfolg hast, kann das trotzdem der richtige Weg sein - entscheidend ist, dass sich Deine Gefühle durchweg gut anfühlen.

 

29.10.10

Anders, als gedacht

Eine sehr übergewichtige Frau bat um Hilfe, um leichter abnehmen und gegen die Dominanz der Mutter bestehen zu können. Sie erzählte, dass Sie schon als kleines Kind von ihrer Mutter dazu angehalten worden sei, jeden Teller richtig leer zu essen. Und daraus folgerte Sie, dass dies wohl auch die Ursache ihrer Gewichtsprobleme sein müsste.  Also: Die Mutter hatte Schuld.                  Meiner Intuition folgend, lies ich die Frau entspannen, dann eine Fantasiereise unternehmen und schließlich Szenen aus dem Tennisverein erleben, in dem sie Mitglied war. Aus den Nachgesprächen konnte ich entnehmen, dass die Intensität des Erlebten immer mehr zugenommen hatte, sodaß ich schließlich glaubte, sie sei nun bereit, eine Reise in Ihre eigene Kindheit wagen zu können. Die Klientin stimmte bereitwillig zu und bald war sie nur noch ein etwa vierjähriges, liebes, kleines Mädchen. Und es war ein Leichtes, die entscheidende Schlüsselszene zu finden, die, bei der es anfing mit dem Tellerleeressen. - Ich gab ihr die Möglichkeit, diese Szene sehr deutlich wahrnehmen zu können und bot ihr an, wenn sie wolle, sollte sie sich auch an alles genau erinnern können, wenn sie wieder wach wäre. Dann lies ich sie wieder in die Jetztzeit kommen, wach werden. Und dann erzählte sie, dass sie nun wirklich schockiert wäre, weil sie offensichtlich ihr ganzes Leben mit einer Lüge gelebt hätte: Sie hatte nämlich erlebt, dass SIE SELBST damals die Entscheidung getroffen hatte, immer alles aufzuessen, weil sie damit ihrer Mutter (die eine begeisterte Köchin war, aber unter fehlender Anerkennung litt) eine Freude machen wollte. Sie können sich, liebe Leserinnen und Leser, sicher vorstellen, dass diese Frau danach fast ganz von selber ihr Übergewicht verlor und die Beziehung zu ihrer Mutter besserte sich ebenso sehr rasch.   

28.10.10

Selbsthypnose Glaubensmuster

In einem Fernsehbericht über Gefängnisinsassen fiel mir während eines Interviews mit einem mehrfachen Vergewaltiger und Mörder auf, das er von sich selbst erzählte, dass es nur gut sei, dass er im Gefängnis sei, weil er ja tatsächlich eine Gefahr darstelle und, immer, wenn es geschehen sei, hätte es sich einfach ergeben und dagegen hätte man nichts machen können. - Bei diesem Menschen hatten sich über entsprechende Zeit bestimmte Glaubensmuster gebildet, wirklich negative, feststehende Meinungen über sich selbst mit entsprechenden Auswirkungen: etwa : er sei eine Art Bestie in Menschengestalt, ohne Kontrolle und ohne eine Chance auf Selbstkontrolle. Bei einer solchen "Vorgabe" und entsprechender geistiger, also richtig "hypnotischer" Fokussierung, kann das Ergebnis, die Realität, dann auch nur genau das immer wieder bestätigen. Das ist eine sich fortlaufend selbst verstärkende Negativ- Spirale,eine lebende sich selbst erfüllende Prophezeihung, vielleicht entstanden aus einer beinahe unbedeutenden Ursache. Leider nur beinahe unbedeutend, weil doch sehr bedeutend für den/ die betroffen Menschen in ihrer Auswirkung..                                        Nun ist es aber so, dass es auch durchaus positive Beispiele genug gibt für solche Glaubensmuster-Automatismen: eigentlich sind das ganz einfach alle Menschen, die in ihrer Gesellschaft nicht negativ auffallen. Kurzum, es sieht so aus, als wären wir alle so "gestrickt". Und da Glaubensmuster eigentlich offensichtlich dadurch entstehen, dass wir eine Meinung, eine Bewertung über uns immer und immer wieder wiederholen und dazu auch in unserer Umwelt nach passenden Bestätigungen suchen und diese dann ja auch  immer wieder (irgendwann) finden, lohnt es sich, bei seinen Glaubensmustern genau hinzusehen und auch zu erkennen, dass wir uns dadurch gewisser Maßen selber erschaffen. Und, wer bis hierhin ebenso denkt, ist nicht weit weg von der prickelnden Frage:"Wer will ich sein?" Und das ist dann ein neuer Standort mit neuen Möglichkeiten.

22.10.10

Hypnose zeigt Möglichkeiten

Eine, wie ich meine, schöne Seite der Hypnose ist die, dass Hypnose oft der einzelnen Person ganz neue Möglichkeiten aufzeigen kann, das Leben z.B. zu erleben. Das hat vor Allem damit zu tun, dass mit Hilfe der Hypnose übliche, gewohnte Betrachtungsweisen relativ leicht "ausgehebelt" werden können und damit die Tür geöffnet ist für Veränderungen. Manchmal braucht es dafür nur eine gewisse Leichtigkeit in der Anwendung und Sympathie für die bereitgestellte Idee, dann kann sich sogar eine förderliche Eigendynamik entwickeln, die nachhaltig wohltuend auf die individuelle Persönlich- keit einwirkt.- Eine Frau um die Fünfzig, seit Jahren in der Pflege beschäftigt, bat um Hilfe, vor allem, weil sie eine gewisse Schwermütigkeit empfand, immer, wenn sie zum Frühdienst aufstand. Mir fiel auf, dass der Blick dieser Frau (Single) schon beim Aufstehen auf ein ihr gegenüber angebrachtes, grosses Porträt fallen musste, gemalt von Paula Modersohn-Becker. Die auf dem Bild abgebildete, junge Frau war, nach meinem Geschmack, nicht gerade aufmunternd, sondern ehr melancholisch bis depressiv im Ausdruck und den Farben dargestellt, weshalb ich fragte, ob denn das Bild vielleicht woanders hingehängt werden könnte. Die Frau verneinte entschieden, weil sie das Bild sehr liebte und gerne vom Schlafplatz aus sehen können wollte. Allerdings wollte sie nicht ausschließen, dass tatsächlich die besagte Stimmung durch dieses Bild bei ihr gefördert werden könne. Ich ließ sie in eine leichte Trance gehen, eine angenehme, kurze Fantasiereise machen und offerierte ihr zum Schluss die Frage, ob sie sich vorstellen könnte, dass die gemalte, junge Frau ihr vielleicht immer dann zulächen würde, wenn es ihr (Klientin) guttun würde. Die Frau meinte nur:"Weiß ich nicht". Ein paar Tage später rief mich die Frau begeistert an und schilderte mir, dass sie tatsächlich schon mehrmals von dem Porträt angelächelt worden war. Und ganz offensichtlich hatte das Auswirkungen auf ihre Stimmung.

20.10.10

Minimalste Selbsthypnose

Welche Einstellung haben Sie zum Leben? Würden Sie sich als Pessimisten bezeichnen, für den das Leben ein einziges, großes Problem ist? Oder würden Sie sich als Optimisten einstufen, für den das Leben die Lösung von Allem ist? Oder denken Sie sowas wie:" Tja, das Leben ist eigentlich ein Würfelspiel, ich muß es nehmen wie es kommt." Egal, wie Sie das Leben und Ihre Position selber einschätzen, es lohnt sich immer, genauer hinzusehen bezw. hinzufühlen! Vor allem ist das dann gut, wenn man sich in einer ungünstigen Konstellation sieht oder sich schlecht fühlt, also eigentlich lieber in einer günstigeren, komfortableren Situation wäre. So weit, so gut. Was bedeutet das aber, sich in einer schlechten usw. Situation zu sehen oder zu fühlen? Wie komme ich zu so einer Beurteilung, Behauptung? "Ganz klar", kann man sagen,"aus Erfahrung!" Wenn ich das richtig verstanden habe, meinte Krishnamurti dazu, dass man bei so einem Vorgehen ganz UNZULÄSSIG das HIER UND JETZT in die Vergangenheit verfrachtet, dadurch, dass man dann die Verknüpfung zu vergangenem Erleben herstellt. Das bedeutet, man nimmt sich selber die Möglichkeit der Weiterentwicklung, wenn man alle jungen Geschehenisse in einen Topf mit alten Erfahrungen wirft, macht sich selber mutlos und sieht nur immer das Übliche.    - Warum aber handelt man so, obwohl das doch zum eigenem Nachteil ist? Einfach aus Gewohnheit und weil man glaubt, so funktioniert die Welt nun mal. Gewohnheiten sind aber nichts Unzerstörbares, sie sind entstanden durch häufiges, gleiches und meist unreflektiertes Verhalten. Dadurch entsteht nach und nach eine großzügige, starke Verbindung, eine freie Bahn zwischen Situation und Verhalten, bei der das Denken umgangen wird, ausgeschlossen ist. Dieser Automatismus wirkt wie ein autonomer, nicht von außen beeinflussbarer Steuervorgang - bis man selber die Möglichkeit zulässt, geistig einräumt, das dieser Vorgang doch beeinflusst werden kann. Das ist wie die Sache mit der Einstellung zum Leben, wie das Hinnehmen einer Situation, die inzwischen ausdiskutiert ist und nun mal so ist, wie sie ist, quasi wie ein Naturgesetz und man dann eines Tages  aus einer Unzufriedenheit heraus vielleicht sagt:"Moment mal, so will ich das nicht!"  Denn das Leben ist Bewegung und Veränderung und sehr Vieles gilt nur begrenzte Zeit - wie "Die Chinesen" sagen: "Wenn man lang genug wartet, kommt der schönste Tag!" Sprengen Sie gelegentlich die einschläfernde Gewalt solcher minimalen Selbsthypnosen und wehren Sie sich, auch gegen jede Vernunft, wenn Sie beginnen zu leiden und hinterfragen Sie ALLES, was damit zusammenhängt! Respektlos! Daraus kann oft Erfrischendes, Frühlinghaftes und Ursprüngliches entstehen und die Flamme Ihre Lebenslust kann wieder auflodern. Das wünsche ich Ihnen jedenfalls.

16.10.10

Wochenende mit Berührung

Ich möchte Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, für das im vorhergehenden Text angesprochene, jetzige Wochenende, noch einen Vorschlag unterbreiten, der diese Tage noch zusätzlich auf angenehme Weise intensivieren kann:Lassen Sie sich mal verwöhnen! Z.B. mit Hilfe einer sanften Rückenmassage bezw. "Streichelattacke". Das alleine wäre eigentlich schon sehr wohltuend, weil in unserem Leben unser Wohlgefühl so entscheident ist. Was nützt beispielsweise eine nach außen perfekt aussehende Partnerschaft, wenn sich dennoch kein wirkliches Wohlgefühl einstellen will? Also: Genießen Sie gute Gefühle so oft es geht, auch und besonders immer JETZT! Und wenn es sich nicht einrichten lässt, weil im Moment niemand da ist, der Sie berühren will/darf, dann planen Sie es einfach für den nächst-möglichen Zeitraum ein! Und, wenn Ihnen das gefallen würde oder Sie das gerne einmal ausprobieren wollen, nehmen Sie noch die Wirkung der Sprache hinzu (im Sinne der von mir entwickelten HME, der Hypnotischen Massage Erweiterung): Die/der Massierende/Streichelnde kann während seines Tuns Suggestionen aussprechen, die Vertrauen, Zuversicht und wünschenswerte Perspektiven für die/den Massierte(n) ausdrücken. Mit den Suggestionen wird im Idealfall erst nach fünf oder zehn Minuten begonnen (wenn eine Wirkung der Berührung eingetreten ist) und man kann sie, nach Gefühl , 5-20x wiederholen. Solche Suggestionen sind so eine Art "Mut - Machen" und haben natürlich einen Sinn, wenn sie z.B. gegen Sorgen, Probleme und Belastungen der massierten Person eingesetzt werden. Allgemeine, positive Suggestionsinhalte können sogar immer genommen werden, sogar, wenn jemand etwas schon als "gut" empfindet, es aber als "sehr gut" erleben will.  Dazu muss man vorher auch darüber gesprochen haben, ist ja klar. Oder, man wendet sehr allgemeine Formulierungen an, die quasi immer passen und positiv wirken. Hier zwei Beispiele: (allgemeine Sugg.) "Alles wird sich für Dich gut entwickeln", (persönlichere, speziellere Sugg.) "Ich bin mir absolut sicher, dass Du die Probleme mit Deiner Geschäftsleitung irgendwie zu Deiner vollsten Zufriedenheit regeln kannst." - Eine regelmässige Anwendung, etwa zu einer bestimmten Zeit und an bestimmtem Ort, erhöht noch die Wirkung. Übrigens: Kinder und Jugendliche sind besonders dankbare "Opfer" dafür in ihrer Welt des Stress und der Bevormundung, schon weil solche Anwendungen auch immer signalisieren, dass man sich Zeit für sie nimmt, für sie da ist.

15.10.10

"Frei-"Tag Hypnose

Liebe Leserinnen und Leser,

ich möchte Sie ermuntern, ja zurufen, dass Sie sich vielleicht heute, an einem Freitag, selbst die Freiheit einräumen, so bewusst wie möglich Ihr Wochenende zu planen, und zwar weitestgehend nach IHREN Wünschen! Ich weiss, das dies für die eine oder andere Person völlig normal ist, aber, für sehr viele Leute (nach meinem Geschmack zu viele Leute) ist dieser Gedanke durchaus gewöhnungsbedürftig. Ich möchte dabei besonders solchen Menschen ansprechen, die ihr Dasein nur darin sehen, stets für Andere zu sein, zu tun und zu haben, indem ich darauf aufmerksam mache, dass sogar die Selbstaufopferung noch besser, gründlicher, intensiver gelingt, wenn man/frau ab und zu nur an sich und seine/ihre Wünsche denkt, bezw. da hineingeht, hineinfühlt, "Frei-"Tag macht. - Machen Sie schon im Laufe des letzten Arbeitswochentages (muss ja nicht wirklich ein Freitag sein) innerlich frei, indem Sie auf angenehmste und ehr spielerische Weise in Ihrer Fantasie, nach Lust und Laune, durchleben, wie die nächsten zwei Tage im Idealfall von Ihnen erlebt werden sollen. Und tun Sie dabei "ganz frech" so, als wäre es das Natürlichste der Welt, so zu fühlen und zu erwarten. Es kostet nichts und sie können sich dabei völlig frei fühlen! Und wenn Sie daran Freude finden, machen Sie das doch einfach immer so, vielleicht "erwünschen" Sie danach sogar der Ablauf Ihrer Arbeitswoche(n), ja, den Ablauf Ihres ganzen Lebens? Es schafft Ihnen Freiräume, Erholungsinseln und das Gefühl, doch noch "mitreden" zu können. Versuchen Sie es JETZT.  

12.10.10

Subatomare Veränderungen?

Wie im vorangegebenen Beispiel der Steinmetz nach Jahren der Erfahrung tatsächlich der festen Überzeugung ist, dass seine Gedanken und Erwartungen konkrete Auswirkungen selbst auf Felsen haben, so habe ich ebenfalls im Laufe der Jahre aus den verschiedensten Bereichen solche oder ähnliche Beobachtungen/Erfahrungen gemacht, davon gelesen oder mitgeteilt bekommen. Oft sind es kleine, nebensächliche Dinge gewesen, so klein und unwichtig, dass ich manchmal zwar kurz innehielt, dann aber einfach so weitermachte, als sei das was Gewöhnliches gewesen.So erinnere ich mich, dass ich einmal flüchtig, aber intensiv gedacht hatte, dass es schön wäre, in nächster Zeit einem bestimmten Menschen wieder zu begegnen. Ich wusste aber nicht mehr genau, wie sein Name war und wo er wohnte. Und ein paar Tage später sind wir uns "zufällig" über den Weg gelaufen! Oder, in negativer Weise gedacht, hat sich auch das Eine oder Andere verwirklicht, wenn ich nachlässig solchen belastenden Überlegungen erlegen war. Ich denke, dieses Prinzip der Selbsterfüllenden Prophezeihung könnte und sollte von uns Menschen bewusster wahrgenommen und genutzt werden, als Möglichkeit einbezogen werden in unser alltägliches, banales und scheinbar so unwichtiges Tun. Dabei ist gerade dieser Bereich allerbestens geeignet, diese neue Lebens-, Handlungs- und Denkweise auf "ungefährliche"  Weise einzutrainieren, zur Gewohnheit werden zu lassen. Dann ist es eine große Bereicherung mit zunehmend "hypnotischer" Wirkung, denn es macht viel Freude und man will mehr! Erste Voraussetzungen dafür sind, dass man es will und dass man darauf geduldig immer wieder achtet. Zwar gibt es derzeit keine Beweise dafür, vermutlich auch noch keine Technik, aber ich habe das Gefühl, dass durch solch neues Verhalten subatomare Veränderungen geschehen, die dem gewünschten Erfolg entscheidenden Vorschub leisten.

08.10.10

Vorhersehung

Ein Steinmetz erzählte mir einmal das Folgende: "Zu Beginn meiner beruflichen Tätigkeit (also während der Lehre) habe ich viel "Müll" produziert, weil das Steinmaterial tot, hart, sperrig und so weiter für mich war. Das ging solange weiter, bis mein Chef und vor allem ich selber völlig verzweifelt und ratlos waren. Dann aber, ganz plötzlich und ohne Vorwarnung, merkte ich, das sich irgendwas bei mir innerlich verändert hatte - wenn ich sozusagen selber zu mir sagte, dass der Stein jetzt hoffentlich an dieser Stelle so und an anderer Stelle so von mir (mit Hammer und Meißel) geformt werden könne, kam es immer öfter zu dem richtigen Ergebnis. Heute, nach vielen Jahren Erfahrung, kann ich sagen, dass ich bei der einzig richtigen inneren Einstellung angekommen bin: Ich sehe innerlich jeweils das gewünschte Ergebnis ganz klar vor mir und muss dann oft wirklich erstaunlich wenig TUN, um den Erfolg herbeizuführen! Inzwischen bin ich sogar so weit, dass ich z.B. mit einem Meißel und nur so mit der Hand eine Linie auf dem jeweiligen Stein ziehen brauch, dann bricht er genau dort und so, wie ich das will! Ganz einfach, weil ich mir vorstelle, dass dieses Linie-Ziehen schon den Stein genau da "weichmacht", sodass der Meißel kaum noch Arbeit hat." Das deckt sich auch mit der Aussage eines Künstlers, der sinngemäß gesagt hatte, dass er Skulpturen leicht herstellen kann, weil er einfach nur das wegschlagen müsse, was nicht dazugehört.

26.09.10

Schattenboxen mal anders

Dass "Schattenboxen" nicht nur eine lange Tradition hat, sondern obendrein auch tatsächlich sehr nützlich ist, dürfte allgemein anerkannt sein. Dieser Erkenntnis folgend möchte ich hier für jeweils einen speziellen Zweck zwei abgewandelte Formen des Schattenboxens empfehlen: "Arbeits-Stress-Boxen" und "Renten-Boxen":

Zu "Arbeits-Stress-Boxen": Ich meine damit die geistig-körperliche "Durchlebung" typischer Arbeitsplatz-Szenarien in der Freizeit, im Idealfall besonders belastende Situationen, die allerdings in dieser Als-Ob-Situation mit Leichtigkeit und auf angenehmste Weise gelöst und durchlebt werden sollen. Hier soll also an eine stressige Situation ein wohltuender Ausgang oder Abschluss "angedichtet" werden. Wichtig sind bei dieser Vorgehensweise vor allem die Gefühle und diese sollten sich unbedingt gut anfühlen, so als sei man absolut "Herr/Frau der Lage"! Dieses Ergebnis stellt sich meist nach einer gewissen Übungszeit ein und kann noch intensiviert werden, wenn man dabei auch gegebenenfalls die dazu gehörenden, arbeitstypischen Körperbewegungen ausführt. VERMEIDEN sollte man aber unbedingt (!!!), ein ersehntes Wunschergebnis LOGISCH zu prüfen, um dann nämlich in einer alltäglichen, REALEN Geht-Nicht-Sackgasse zu landen!! LASSEN SIE UNBEDINGT IHRER FANTASIE FREIEN LAUF UND GENIESSEN SIE SOGAR "VERRÜCKTE", ABER SEHR WOHLTUENDE LÖSUNGEN !!!

Zu "Renten-Boxen": Wie man inzwischen weiss, bedeutet das In-Rente-Gehen bezw. das Aufhören mit der Arbeit (und ganz sicher auch das Arbeitslos-Werden nach jahrelanger, angestrengender Arbeit) für sehr viele Menschen, aus den unterschiedlichsten Gründen, erstmal nur STRESS PUR. Aber, wer sagt denn, dass man durch die Entfernung vom Arbeitsplatz nicht trotzdem seiner gewohnten Beschäftigung nachkommen kann? -Durch das So-Tun-Als-Ob (siehe oben) besteht zumindest die Möglichkeit, aufkommenden Stress kontrollieren oder sogar abwenden zu können. Natürlich muß man dazu nicht ebenso lange "Schattenboxen", wie die normale Arbeitszeit war. Man macht es einfach so lange, wie man sich dabei gut fühlt und dann ist es in Ordnung. Vielleicht hat der Eine oder die Andere auch Lust, seine/ihre  ganze Lebens-Arbeitszeit auf diese Weise noch einmal zu durchleben und das Eine oder Andere Erlebnis "neu" (d.h. angenehmer) zu gestalten und zu durchleben. -Was solls? Sie sollten sich gut fühlen!!                         Und wenn Sie, als Arbeitsloser, trotzig weiterhin glauben wollen, doch wieder einen bestimmten Job finden zu können, tuen Sie getrost so, als ob Sie diese Arbeit bereits ausführen (natürlich mit Freude), wenn Sie wollen mit entsprechendem Körpereinsatz. 

Auch wenn diese Vorschläge zunächst und theoretisch betrachtet lächerlich wirken mögen, weiss ich doch, das dieser Weg für manche Menschen eine Hilfe und/oder Bereicherung darstellen können! Natürlich empfehle ich solche Übungen alleine und unbeobachtet auszuführen und dies auch nur besonders vertrauenswürdigen Menschen zu offenbaren. Ansonsten gilt ja: Versuch macht kluuuch. 

 

Falsch gedacht (3)

Vor vielen Jahren war ich auf einem Bauernhof zu Gast, auf dem sich auch immer gerne junge Leute einfanden, um dort auszuhelfen, Trecker zu fahren und miteinander Spaß zu haben. Während des Mittagessens gab der Jungbauer der stärksten Hilfskraft am Tisch, einem Bodybuilder,den Auftrag, gleich nach dem Essen ein Tier von der hinteren Kette im großen Stall loszumachen und in eine bestimmte Box im Nachbarstall zu bringen.- Nachdem der Bodybuilder gegangen war, verging eine halbe Stunde, Dreiviertelstunde- und nach über einer ganzen Stunde (die meisten von uns hatten den Bodybuilder inzwischen vergessen) stand der Jungbauer auf und sagte, er wolle lieber mal sehen, ob der Auftrag ordentlich ausgeführt worden sei.

Nach weiteren zehn Minuten kamen beide Personen wieder zu uns und wir bekamen das Folgende erzählt:der Bodybuilder hatte , im Stall angekommen, nicht mehr genau gewusst, an welcher Kette er welches Tier abmachen und in den anderen Stall bringen sollte. So entschied er sich intuitiv für ein Tier und führte den Auftrag auch korrekt zu Ende. Dem kurz danach auftauchenden Jungbauern gegenüber bemängelte er etwas angenervt allerdings, dass dieser Auftrag nun wirklich seine ganze Geduld und Kraft gekostet hätte, weil das Tier alles andere als gehorsam gewesen sei. Der Angesprochene war verwundert und schaute in die Box hinein und ihm entfuhr sofort ein ehrfürchtiges "Mein Gott !!" - Der Bodybuilder war zuerst besorgt, dann bekam er selber weiche Knie, als der Jungbauer ihn darauf hinwies, dass er nicht nur irgendein falscher Tier in die Box gebracht, sondern dies unter absoluter Lebensgefahr gemacht hatte! Er hatte den schwersten und agressivsten Bullen des Hofes bezwungen und hatte keine Ahnung.

26.08.10

Falsch gedacht (2)

Ein sehr guter Freund hatte im Alter von 19 Jahren seine erste "feste" Freundin kennengelernt. Natürlich nahm er sie ganz stolz überall mit hin und eines Tages auch mit in das Festzelt des örtlichen Schützenvereins. Nach etwa 1,5 Stunden entdeckte die Freundin, dass auch ihre Eltern ins Zelt gekommen waren und sah sich jetzt in der Situation, ihren Freund vorstellen zu müssen. Da sie noch schnell zur Toilette wollte, zeigte sie auf einen Tisch in der Ferne, erklärte dem Freund, dass die Leute da hinten mit dem und dem Aussehen ihre Eltern seien und dass er doch schon mal dorthin vorgehen und sich vorstellen sollte. Gesagt, getan. Ich sah, wie er sich zu diesen Leuten begab, wie er ihnen die Hand gab, sich verbeugte (ja, so konnte das damals sein) und danach eifrig erzählte, bis seine Freundin dazukam. Alles schien OK zu sein.

Nach gefühlten 5 Minuten aber standen beide mit hochrotem Kopf und verlegenem Gesichtsausdruck wieder an unserem Tisch und erzählten etwas aufgeregt, dass doch nicht alles OK gewesen war: Die Leute waren wirklich nett, waren sichtlich von den guten Manieren des jungen Mannes beeindruckt und genossen seine doch persönlichen und einigermaßen weitschweifigen Erzählungen über sein Leben, seine Familie, was seine Eltern so machten usw ... Nur, SIE WAREN NICHT DIE ELTERN DES MÄDCHENS und einfach irgendwelche fremden Leute! Obendrein zog sich diese Verwechslung sogar noch ungewollt etwas mehr in die Länge, weil das Mädchen eine zeitlang annahm, dies seien Bekannte Ihres Freundes und er sei von diesen nur auf dem Weg zu ihren Eltern aufgehalten worden. Fazit: Auch knapp daneben ist daneben.

20.08.10

Falsch gedacht! (1)

Immer wieder gibt es Situationen, in denen Menschen nicht passende, "falsche" Gedanken bezüglich eines Vorgangs hatten, in welchem sie eingebunden waren. Solch ein Denken kann natürlich alle denkbaren Folgen nach sich ziehen, von negativen bis zu sehr positiven Ereignissen. Allen solchen Vorgängen gemeinsam ist, dass Menschen ab einem bestimmten Punkt ganz in ihre Gedanken, Vorstellungen und Erwartungen usw. versinken und dabei sogar ihrem Denken drastisch und objektiv entgegenstehende Fakten übersehen und/oder ungewöhnlich neu und damit "passend" interpretieren. Ich möchte hier ein paar solcher von mir unter "Handlungs-Hypnose" eingeordnete, erfahrene oder selbst erlebte Situationen darstellen. Meine kleine Auswahl zielt allerdings mehr in die Richtung von Situationen, die zu einem positiven, überwiegen sogar humorvollen Abschluss fanden:

- Das Atommodell von Nils Bohr soll falsch und unvollkommen gewesen sein, hat aber trotzdem eine gewaltige Innovationswelle ausgelöst, deren Ergebnisse weiterhin Bestand haben.

- Milton H. Erickson hat in späteren Jahren selbst erkannt, dass er jahrelang irrtümlich angenommen hatte, dass der einzig richtige, akzeptable Hypnosezustand der somnambule wäre. Wegen dieses Denkfehlers bemühte er sich in den frühen Jahren bei jedem Patienten, diesen sehr tiefen/intensiven Zustand herbeizuführen. Die Folge war, dass er durch dieses eher schwierige Vorhaben (die wenigsten Menschen erreichen diesen Zustand) ungewöhnlich umfangreiche und nützliche Erfahrungen sammeln konnte, aber auch, dass er immer wieder darauf hinwies, wie wichtig es sei, sich wirklich viel Zeit für Hypnoseinduktionen zu nehmen. Hypnosesitzungen in 30 Minuten waren für ihn deshalb völlig undenkbar und keine richtige Hypnose.

-Als vor vielen Jahren der Film Jurassic Park das erste Mal im Fernseher zu sehen war, machte ich gerade eine Hausbesichtigung. Die Frau des Hauses führte uns auch zum unter dem Dach liegenden Zimmer ihres etwa 8 Jahre alten Sohnes, machte die Tür auf und blieb dann im Türrahmen stehen. Der Junge war überrascht von unserem Besuch und flitzte schnell zum Fernsehgerät und drehte den Ton ab. Da die Mutter aus ihrer Position nicht auf den Bildschirm sehen konnte (und sich wohl auch nicht darum bemühen wollte), fragte sie ihren Sohn in relativ hartem Ton: "Was guckst du JETZT da im Fernsehen?!" Der Sohn, der seine Mutter wohl sehr gut einschätzen konnte, sagte betont gelassen: "Ach, nur einen Tierfilm.". Damit war die Mutter dann wirklich zufrieden und auch ich zog mich (schmunzelnd) zurück.

 

12.08.10

Power-Fitness

Viele Menschen beziehen ihre Ideale inzwischen von den Medien, vor allem vom Fernsehen her. Heute will jeder gerne ein Superstar sein, ein Supermodel oder ein Superheld. Alles soll also "SUPER" sein und "SUPER FUNKTIONIEREN". Und? Geht das überhaupt? Ganz klar: "NÖ"! Aber ein kleiner Trost: Sehr viele Menschen könnten sich noch deutlich verbessern, und zwar in dem Sinne des Sich-Wieder-Besser-Fühlens.

Diese Behauptung fußt auf der Beobachtung, dass wir immer noch viel zu unbewusst leben und leisten. Stattdessen fokussieren wir uns immer mehr auf die zu erbringende Leistung, reduzieren dadurch gleichzeitig, nach hypnotischen Kenntnissen, Wahrnehmung und Bewusstsein und wundern uns, dass alles irgendwie so unbefriedigend ist. Und ungesund. Was also tun? Leistungsstress in jeglicher Form lässt uns nur noch re-agieren, nicht mehr agieren. Dabei ist der Mensch in seinem Grunde ein "Agierer" (jemand, der sich gut fühlt, wenn er selbst festlegt, wo es langgeht). Tatsächlich ist es demzufolge schon ein deutlicher Gefühlsunterschied, wenn ich mir morgens sage, z.B. vor der Arbeit, dass ich Geld verdienen möchte und deshalb (auch) heute arbeiten gehen werde - statt irgendwelche Gedanken oder innere Kommentare zuzulassen wie etwa "Mist, schon wieder den ganzen Tag arbeiten müssen". Und weil ich dann, wenn ich so AGIERE, auch das Gefühl wiederfinden kann, mein Leben selbst bestimmen zu können, die Macht zu haben, nehme ich mein ganzes Leben angenehmer wahr und kann Leistungsstress besser "verdauen".

Das bedeutet also, dass wir wieder be-geistert sein sollen und nicht noch mehr ent-geistert. So erschaffen wir tatsächlich durch mehr Geist automatisch auch mehr Raum und kommen aus einer passiven Er-Leidens-Situation in eine aktive Ich-Will-Etwas-Erwirken-Position. Sogar Schmerzen sind doch ganz verschieden, je nachdem, ob ich sie unfreiwillig erdulden muss, oder ob ich sie mir selbst zufüge. Mit diesen Worten möchte ich also unterstreichen, dass zu allem menschlichen Tun immer auch Denken dazu gehören sollte, damit wir möglichst optimal handeln und gesund bleiben können. Dies gilt natürlich auch z.B. beim Fitnesstraining: Wie beim Qi Gong, wo eine geistige Begleitung jeder Handlung ein fester Bestandteil der Lehre darstellt, so können Sie entweder in Worten oder Gedanken Ihr Ziel immer wieder während Ihrer Übungen bekannt geben, also was Sie als Enderfolg erreichen wollen - oder Sie bleiben einfach beim "Abrackern" und belasten einfach "stumm" Ihren Körper auf verschiedenste Weise. Vielleicht sind Sie ja jemand, der/die bisher vergeblich versucht hat (trotz härtestem Training), auf eine solch anstrengende Weise zu einem "Wunschkörper" zu kommen? Liegt es da nicht nahe, dass Sie Ihre Ziele auch anders, nämlich leichter, besser und schneller erreichen könnten?

28.07.10

Geschützter Raum in Hypnose

Wenn man den Menschen als energetisches Wesen einstufen und betrachten will,erscheint es logisch, dass sich die vorhandene(n) Energie(n) für irgendwelche Zwecke aufsplittern können.So kann sich z.B. Energie aufteilen, um komplexere Abläufe zu ermöglichen, einzelne und voneinander unabhängige Vorgänge gleichzeitig fördern oder gute und schlechte (=vorteilhafte oder belastende)Aktivitäten für unseren Körper veranlassen.

In der Psychologie wird deshalb schon länger davon ausgegangen, dass bestimmte Energien gebunden sein, sozusagen in psychischen Bereichen gefangen sein können. Daraus können regelrechte Energie - Defizite entstehen, die das Leben des Einzelnen offensichtlich deutlich beeinflussen können.Ein solches Ergebnis deutet für mich klar auf einen begrenzten Energievorrat hin, wie er in der Akupunktur auch behauptet wird.

Wie verhält es sich damit in der Hypnose? Folgt man auch hier dem Energiemodell, könnte dies schon während einer Induktion einen u.U. erheblichen Energievorteil für den Hypnotisierten mit sich bringen und Folgen auslösen. Nimmt man z.B. einen ängstlichen Menschen, der einen beträchtlichen Teil seiner Energie dafür verbraucht, seine Umwelt ständig nach Bedrohungen abzusuchen und sozusagen permanent in Alarmbereitschaft zu sein, und gestaltet eine angstfreie,vertrauenserweckende Situation, also einen wirklich "sicheren", geschützten Raum,in dem er in Hypnose gehen kann, muss dies spürbare, erkennbare, vielleicht befreiende Ergebnisse mit sich bringen. Wenigstens während der Hypnose. Weil in dem geschützten, abschottenden Raum einer Hypnose die übliche Energiebindung aufgehoben und Harmonisierung zugelassen werden kann. Dies kann im Einzelfall auch genauso für gelenkte Fantasiereisen gelten. Da die Energieveränderungen nur überwiegend unbewusst wahrgenomen werden können, erinnern sich die Erlebenden später meist nur an die damit einhergehenden Gefühlsveränderungen.

13.07.10

Heute schon manipuliert?

Was ist Manipulation? Ist das überhaupt wünschenswert, erlaubt, legal? Fragen, die ich hier und jetzt mal nicht angehen möchte. Stattdessen möchte ich meine geschätzten Leserinnen und Leser hiermit einfach und direkt auffordern, einzelne Menschen ihrer Umgebung (Partner, Kinder, Freundin/Freund, liebe Kollegen ...) heute oder morgen bewusst zu "maninpulieren"! Damit meine ich selbstverständlich POSITIV manipulieren und vorzugsweise jemanden, den Sie kennen, mögen und der (oder die) im Moment eine kleine Aufmunterung gut gebrauchen kann (Letzteres können Sie dann besser beurteilen, wenn Sie die Person einigermaßen kennen). Dazu ein paar Gedanken, wie man m.E. dabei vorgehen könnte:

Überlegen Sie vorher genau, wobei Sie helfen wollen, wo der Schuh drückt, sozusagen. Fragen Sie sich dann, wie Sie das sprachlich fördern könnten, also so beeinflussen könnten, dass die betroffene Person neue Möglichkeiten erkennen oder finden kann. Beispiel: Jemand hat die letzten Vorstellungsgespräche vermasselt und Sie wissen, dass es ziemlich sicher an der inzwischen negativen Erwartungshaltung und an der damit verbundenen Aufgeregtheit gelegen hat. Hier könnten Sie Wunder bewirken, wenn Sie glaubhaft und so beiläufig und nebensächlich-unauffällig wie möglich einen Satz formulieren, der Ihre Einschätzung ausdrückt, dass diese Person vor dem letzten V.-Gespräch, trotz des Ergebnisses, viel zuversichtlicher und gelassener auf Sie gewirkt hat, als sonst. Um dann sogar eine Entwicklung dahin anzustoßen, könnten Sie sogar noch sowas hinzufügen, wie etwa, dass Sie glauben, dass Sie/Er inzwischen scheinbar immer besser mit solchen Gesprächen klarkommt.

Wie oben schon gesagt, sollte Ihre Intervention möglichst glaubhaft und ganz "unwichtig" wirken, nebensächlich. Dadurch taucht beim Gegenüber garnicht erst die Frage auf, ob das nun die Wahrheit ist, oder nicht. Warum sollten Sie bei solchen Kleinigkeiten lügen? Selbst, wenn da gewisse Zweifel bestehen bleiben, werden diese durch die Vorwegnahme eines an sich wünschenswerten Ergebnisses stark abgemildert und der Weg dafür geöffnet. Und, wer wird nicht gerne ein wenig gelobt, aufgewertet? Und, ich habe oft bestätigt bekommen, dass die zusätzlichen, vorteilhaften Veränderungen sehr vielfältig und weitreichend sein können, je nach Persönlichkeit. Ein Grund dafür ist sicher der, dass solche "guten" Manipulationen auf dankbaren und damit "fruchtbaren Boden" fallen. Allerdings: je verantwortungsvoller und liebevoller Sie so "manipulieren", desto besser gelingt es.  

11.07.10

Dementi oder "Zementi"?

Auch wenn ich selbst ehr dem Leitspruch "NO SPORTS" folge und mir dabei durchaus bewusst bin, wie unbewusst-riskant das bisweilen nach außen aussehen kann, verspüre doch ab und zu Interesse an wichtigen Sport-Großereignissen, -als mitschwitzender Zuschauer, versteht sich. So geschehen jetzt auch bei der Fussball-WM, bei der ich doch das eine oder andere Spiel angesehen habe.Weshalb ich auch noch "meinen Senf" dazugeben will? Interessant fand ich z.B. alle Äußerungen des deutschen Teams bezüglich des Spiels  gegen Spanien: demnach was ich mitbekommen habe, wurde immer wieder betont, dass man vor Spanien keine Angst oder etwa zu viel Respekt hätte. Mir kam es dann bei dem Spiel aber trotzdem ganz anders vor- für mich sah es so aus, als hätten unsere Spieler zu oft Informationen über die "gigantischen"  Fähigkeiten und Stärken der spanischen Mannschaft verkonsumiert und viel zu selten ihre eigene Besonderheit vor Augen und "im Bewusstsein" gehabt! Sicher muss man seinen Gegner gut kennen, aber noch viel wichtiger ist die intensive und häufige  Vergegenwärtigung der eigenen Stärken und Fähigkeiten vor so einem Kräftevergleich. Wenn der Focus anders gesetzt ist, sind die Chancen sicher auch anders, in diesem Falle wären sie dann besser ausgefallen, denke ich. So wurden  m.E. aus den Dementi ( wir haben keine Angst, keinen Respekt...) richtige " Zementi",- Angst und Über-Respekt wurden "einbetoniert".

09.07.10

Spiegelgeschiche 14: "The show must go on"

Frida-Maria ist 60 Jahre alt (gefühlt aber nur knapp 50) und eine echte Powerfrau. Was sie alles in ihrem Leben geleistet hat,ist schon sehr beachtlich:als Einzige aus ihrer Familie das Abitur,dann erst eine kaufmännische Lehre und schließlich ein Studium in BWL. Dabei machte sie ihren guten Abschluss in hochschwangerem Zustand und managte auch, so gut wie möglich, noch die entstehende, junge Familie und den Haushalt, um ihrem Partner für seine Karriere „den Rücken freizuhalten“. Ungefähr so, in diesem Sinne, engagierte sie sich über all die vielen, weiteren Jahre und war eigentlich immer die antreibende und erfolgverursachende Kraft.Und sie war immer gesund. Nur in den letzten zwei Jahren stimmte etwas nicht mit ihr, wie sie selber auch dem neuen Arzt sagte. Öfter kam es vor, dass sie völlig unerwartet gesundheitliche „Rückschläge“ erlebte, die jegliche Ordnung im Alltagsgeschehen in Gefahr brachten.Neben ihrem gewohnt vollen Tagesplan setzte sie deshalb ein  „ Zeichen“,wie sie sagte, indem sie zwei Mal  wöchentlich in den Fitnessclub um die Ecke ging und für die daraus entstehenden  Kontakte investierte sie gerne noch das eine oder andere „Stündchen“ zusätzlich. Aber seltsam, die Rückschläge wurden nicht weniger und manchmal überkam sie sogar eine seltsame Müdigkeit, dass sie tagsüber manchmal (für sie ein  Skandal) einfach so ins Bett hätte fallen können.Und deshalb fing sie an zu grübeln und zu grübeln und langsam wuchs in ihr der Verdacht und die Angst, dass sie wahrscheinlich etwas Ernstes haben müsste, eine schwere und schleichende Krankheit, die aber jetzt noch nicht feststellbar wäre!

Etwa in dieser Zeit erlebte sie mit, wie ihr zweiter Sohn, ein begeisterter Sportler und auf dem besten Weg nach Olympia (so hoffte er jedenfalls), eines Tages bei ihr anrief und überraschend fragte, ob er vorbeischauen dürfte. Sie spürte, das etwas passiert sein müsste und erwartete ihn etwas beunruhigt. Und dann erzählte er ihr, dass er auch diesmal die Qualifikation knapp verpasst hätte. Natürlich tröstete sie ihn ausgiebig und später sprachen sie noch über dies und das und nach einer Stunde war er wieder gegangen. Und erst am Abend kamen ihr von dieser Unterhaltung  einzelne Gesprächsfetzen wieder in den Sinn.Und ganz besonders ein Satz wiederholte sich in ihrem Denken immer wieder: der Sohn hatte von seinem Trainer die Absage mit den Worten begründet bekommen, das dieser Misserfolg nur eine Logik des Alters wäre und nichts mit seiner Motivation und seinem Einsatz zu tun hatte. Worte, die seltsamer Weise offensichtlich bei ihrem Sohn wie ein Trost gewirkt hatten, obwohl er sonst einigermaßen verwirrt auf sie wirkte.. - In dieser Nacht schlief Frida-Maria sehr unruhig und etwa gegen fünf Uhr schreckte sie plötzlich hoch und da wusste sie plötzlich: das Alter war es! Das war die Ursache für die gesundheitlichen Anfälligkeit und sie hatte es nicht erkannt oder verstanden !
Nicht verheimlicht werden soll hier, dass Frida – Maria inzwischen ziemlich darauf eingegangen ist, dass sie nicht mehr so leistungsfähig ist, wie noch zehn Jahre zuvor.Aber sie hat immer noch „Anpassungsprobleme“ und überanstrengt sich immer noch  bei passender Gelegenheit auf die eine oder andere Art-, aber sie ist „sensibilisiert“ und bemerkt deutlich früher, wenn sie auf dem „Holzweg“ ist., So sagt sie jedenfalls. Und verglichen mit Gleichaltrigen ist sie immer noch eine echte Powerfrau., die sich auch ganz gerne ab und zu von ihrem inzwischen informierten Mann ein wenig bremsen lässt.

02.07.10

Belastungen minimieren durch Ansage

Selbsterfüllende Prophezeihungen (= S. P. ) sind schon lange bekannt, werden m. E. aber immer noch viel zu wenig genutzt, obwohl sie im menschlichen Leben ganz natürlich und erstaunlich oft vorkommen. Ob man nun Befürchtungen äußert ( " Zu dem Termin werde ich wohl zu spät kommen") oder ganz erfreut einen Wunsch benennt ( " Und vielleicht schaffe ich nicht nur die Prüfung, sondern werde von den Dozenten noch sehr positiv bemerkt!?" ) - sie haben einen festen Platz in unserer Kommunikation, allerdings sind wir uns ihrer oft nicht bewusst.

Hier möchte ich die bewusstere Anwendung der S. P.s für einen besonderen Bereich empfehlen, wodurch man solche auch automatisch in seinem weiteren Leben leichter " entlarven" und zu mehr Lebensqualität kommen kann. Wenn ich aus meinen Informationen weiß, dass demnächst Belastungen auf mich zukommen und wenn ich diese Belastungen ziemlich genau beschreiben kann, dann kann ich darauf auch mit Hilfe von S. P.s versuchen einzuwirken. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um geistige, seelische oder körperliche Belastungen oder um Mischformen dieser Bereiche handelt, was gewöhnlich am Häufigsten der Fall sein wird. Die Bereiche können z. B. privater, beruflicher, sportlicher oder sonstiger Natur sein, eigentlich kann man eine S. P. immer auf gleiche Weise einsetzen ( allerdings mit entsprechendem, jeweils sachlich passendem Inhalt ): fragen Sie sich zuerst, was Sie NICHT wollen und schreiben Sie das auf ein Blatt Papier // dann schreiben Sie auf, was Sie stattdessen WIRKLICH WOLLEN // daraufhin, wenn Sie das also wissen, fügen Sie dem, was Sie wollen, noch Worte hinzu, die für Sie mindestens Zuversicht ausdrücken, z. B. "ich weiß, das so ein Ergebnis von Menschen und deshalb auch von mir bewirkt werden kann" und bilden Sie daraus ein sinnvolles, sprachliches Ganzes // formulieren Sie alles so lange, bis es für Sie " stimmt" und schreiben Sie das alles, also die stimmige Formulierung, zum Schluss auf ein Extrablatt und sprechen Sie den Text dann häufig vor sich hin ( nicht nur denken) // und spätestens, wenn Sie eine innere " Umstimmung " bemerkt haben, ist das von Ihnen gewünschte Ergebnis auch sicher.

Ob Sie dieses Vorgehen einsetzen, bevor Sie unangenehme Medikamente nehmen, eine solche Untersuchung mitmachen müssen, eine Operation durchstehen sollen oder ihre Regeneration unterstützen wollen, ob Sie in eine Gerichtsverhandlung müssen oder einen neuen Arbeitsplatz antreten, ob Sie sich im Moment völlig hilf- und wehrlos oder schwach und wertlos fühlen,- es wirkt spürbar. Nur Mut!! Achten Sie also unbedingt in diesem Zusammenhang auch immer darauf, dass Ihr Ziel ganz klar das von Ihnen gewünschte ENDERGEBNIS ist und das Sie bei diesem Ziel wirklich NUR ANGENEHME, positive GEFÜHLE haben.  

26.03.10

Innere Neu-Ausrichtung 2

"Ganz tief in mir weiß ich es schon immer: Ich bin ein Genie (!!) auf meine freundliche und besondere Weise und jetzt ist der richtige Zeitpunkt zu fragen, wann ich meine Genialität ausleben werde ?! Jetzt sofort? Morgen? Nächsten Monat? Egal, ich werde einen idealen Zeitpunkt und einen Weg finden, weil ich weiß: sobald ich das lebe, stehen mir alle Türen offen und ich werde überall willkommen sein. Das ist mein Weg."

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