Archiv für: November 2008

28.11.08

Bananen-Hypnose

Wie man mir sagte, ist es für jemanden, der am allerliebsten Bananen isst, das Größte überhaupt, eine leckere Banane mit viel Zeit zu essen - in Zeitlupe. So eine Bananen-Zeit lässt dann alles andere vergessen und der reine Genuss bei höchster Konzentration nimmt alles in Beschlag. Gratulation! Bananen-Hypnose! (Der Vollständigkeit halber muss hier eingeräumt werden, dass es auch Schoko-Hypnose, Fruchtgummi-Hypnose, Sahnetorten-Hypnose, Schnitzel-Hypnose, Salat-Hypnose ... etc. gibt.)

Liebe Leserinnen und Leser, welche Hypnose ist Ihnen denn die liebste?

23.11.08

Spiegel-Geschichte Nr. 11: "Chance oder nicht"


Kaufhaus. Regale. Lebensmittel. Fremde Menschen.

Suchend nach Irgendwas
stand er (58) plötzlich vor ihr
und blickte weit hinein
in die Augen des Himmels
und träumte vom Glück.

Sie (58) hatte ihn geseh´n
fliehen wollte sie nicht
und entbrannte wieder
als sie versank im Blick
und vergaß den Ort.

Räuspern. Dann Erinnerung. Alte Verletzungen. Also Weitergehen.

20.11.08

Stress, hypnotisch betrachtet (3)


Das Nächstliegende bei psychosomatischen Auswirkungen von Stress, also körperlichen Problemen, ist das direkte Eingehen auf die betroffenen Körperteile. Hilfreich ist dabei zunächst, dass wir deutlich wahrnehmen, wo etwas schmerzt bzw. etwas beeinträchtigt ist. Denn dahinter verbergen sich meist Ursachen, die geistig-seelisch bedingt sind. Sehr empfehlenswert dazu ist das Heft „Heile deinen Körper“ von Louise L. Hay. Darin beschreibt die Autorin in tabellarischer Form  Krankheitsbilder, ihre geistig-seelische Ursache und die dafür empfohlene Affirmation. Ein paar Beispiele:

Augenprobleme:
(Ursache) Man mag nicht, was man sieht
(Affirmation) „Ich erschaffe jetzt das Leben, das ich gerne betrachte.“

Fußprobleme:

(Ursache) Angst vor der Zukunft und dem Voranschreiten im Leben
(Affirmation) „Ich bewege mich mit Freude und Leichtigkeit vorwärts.“

Hautprobleme:

(Ursache) Furcht, Angst. Vergrabener Mist. Ich werde bedroht
(Affirmation) „Liebevoll schütze ich mich mit Gedanken der Freude und des Friedens.“


Nach Hays Meinung, und auch nach meiner eigenen Erfahrung, kann man so über Affirmationen, Imaginationen und daher auch Suggestionen auf Geist und Seele einwirken und so die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Stress wird dadurch wahrgenommen und seine Symbolik verstanden, somit kann er selbst und seine körperlichen Begleiterscheinungen verringert werden.

Sind innere Organe wie die Nieren aus dem Rhythmus gekommen, kann man auch nach dem sog. „5-Elemente-System“ der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) einen Ausgleich herbeiführen. Die einfachste Methode ist der „nährende Kreislauf“ (s. Ulli Olvedi, Das Stille Qi GONG, S. 86) Danach genügt schon die Konzentration auf die einzelnen Organe, um eine aktive Selbstheilung herzustellen. Die beste Reihenfolge einer Konzentration sei diese: Nieren, Blase, Leber, Herz, Magen, Lungen, und dann wieder bei den Nieren anfangen. Man soll sich dabei bildlich und gefühlsmäßig auf jedes Organ konzentrieren, dessen Farbe visualisieren etc. und nach ein paar Augenblicken zum Nächsten weitergehen. In dem angegebenen Buch heißt es dazu: „Diese verfeinerte Aufmerksamkeit ist allein schon ein Faktor der Steuerung und Aktivierung von Qi …“

Eine Hypnose-Sitzung bewährt sich folglich bei Stress, denn im Zustand ungeteilter Aufmerksamkeit, in freundschaftlicher Sprechweise, kann man sich an das leidende Organ wenden und durch genaue Suggestion des Hypnotiseurs und Imagination des Patienten die Selbstheilungskräfte aktivieren und Regeneration fördern.

14.11.08

Erkenntnis des Tages

Je tiefer das empfundene Elend, die Schmerzen oder die Hoffnungslosigkeit, desto wichtiger die zuversichtlichen Worte oder Gesten vertrauenswürdiger, anderer Personen, weil dadurch ein Weg aus der selbst-hypnotischen Sackgasse eintausend Mal leichter wird!

06.11.08

Stress, hypnotisch betrachtet (2)

Innere Einstellungen gegenüber wiederkehrenden oder sich ähnelnden Situationen entstehen meist aus Erfahrungen. Die Einstellung „Stress“,  z.B. am Arbeitsplatz, besteht deshalb aus Erfahrungen, die bei neuen, aber vergleichbaren Erlebnissen zu einer entsprechenden Stress-Erwartung führt, die wiederum entsprechende Reaktionen und Handlungen auslöst. Und das ganz automatisch und nahezu völlig unbewusst. Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um hypnotische Situationen. Aber wie kann man selbst damit umgehen?

Solche festen Prägungen oder Muster können verhindert werden, indem sie entweder nicht mehr ausgelöst oder beim Ablauf einfach unterbrochen werden. Man kann sie auch durch Umgestaltung zu einem anderen und besseren Ergebnis führen. Der Einsatz anderer Möglichkeiten, die hier auch greifen könnten, hängt von der Persönlichkeit des Leidenden ab. Den entscheidenden Ansatzpunkt sehe ich in der Erwartungshaltung des Betroffenen. Sie entsteht dadurch, dass eine erste Beurteilung der Situation, meist unbewusst, zur Stress-Erwartung führt. Durch diese wird gewissermaßen alles zu Stress, was ähnlich aussieht, wie die einst prägende Situation. Daraus folgt, allgemein betrachtet, dass durch ein bewusst wahrgenommenes Leben und das Erkennen der eigenen, inneren Abläufe solche Automatismen entdeckt und dann (durch geeignete Korrekturen) wirksam ausgeschlossen werden können. Dafür braucht  der Mensch allerdings Übung (ggf. auch Anleitung), sonst bemerkt er einfach nichts. Jede Bewusstsein entwickelnde Methode ist dafür zunächst geeignet, wie etwa Meditation oder Yoga. Oder man nimmt sich einfach feste vor, darauf demnächst besser zu achten und bittet sein Unbewusstes vielleicht um Unterstützung. So wird klar, dass dieser nahe liegende und einfach aussehende, erste Schritt nicht so einfach ist. Und deshalb gibt es auch nicht so furchtbar viele Menschen mit solchen Fertigkeiten. Aber prinzipiell ist dieser Weg für jeden möglich.

Eine andere Vorgehensweise wäre, die ausgelösten Stress-Abläufe daran zu hindern, sich zu entfalten, indem die betroffene Person ebenfalls bewusst eingreift und sofort eine positive Affirmation oder Imaginationen für die Bewältigung der belastenden Situation formuliert (z.B.: „Diese Situation macht auf mich zwar im ersten Moment den Eindruck einer dieser typischen Stress-Situationen, aber diesmal entsteht daraus für mich absolute Gelassenheit und Zuversicht!“) und im Idealfall mehrfach laut vor sich hinsagt. Dies treibt sozusagen einen Keil zwischen die Stress-Situation und den bedrohten Menschen. Aber auch hier muss vorweg genügend Bewusstsein da sein, um die eigene, negative Situationsbeurteilung zunächst zu erkennen. Der gestresste Mensch muss sich selbst trainieren, jede Stressreaktion sofort zu bemerken und die geeignete Gegenmaßnahme einzuleiten. Ein anderes Vorgehen bietet sich an, indem man die körperlichen Begleiterscheinungen als Ziel der eigenen Handlungen aussucht. Darauf gehe ich in einem späteren Text ein.

Spiegel-Geschichte Nr. 10: "Auch gescheiterte Versuche zählen"

Eine Frau schilderte in einem Interview, dass Sie zwar aus reichem Hause stamme, aber wegen ihrer Partnerwahl (ER stammte aus armen Verhältnissen) von der Familie verstoßen, seit nun zwanzig Jahren in den ärmsten Verhältnissen mit ihrem Mann und den drei Kindern lebte. Dem Ehemann war es in all den Jahren offensichtlich nicht gelungen, eine beruflich-finanzielle Basis aufzubauen, die der Familie Sicherheit und Anerkennung garantiert hätte.
Auf die Frage, warum die Partnerschaft diese lange Belastung ihrer Meinung nach ausgehalten hat, meinte sie nachdenklich, dass die Beziehung von ihr aus schon deshalb so innig geblieben sei, weil ihr Mann ehrlich jede Gelegenheit genutzt hatte, eine Besserung für die Familie herbeizuführen. Zwar habe er manchmal auch andere Vorstellungen als sie gehabt, was nun das Richtige wäre, aber er hätte sich wirklich ständig bemüht!

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