| Blog | Publikation | Angebote | Kontakt / Buchung |
Hypnose Blog |
Beobachtungen und Erkenntnisse in die gleiche Richtung hatte auch Walter Cannon mit seiner „Fight or Flight“-Theorie, in den Jahren 1914 und 1932. Laut dieser Theorie reagieren die Menschen auf hohe physische und psychische Belastungen mit einem Kampf- oder Fluchtreflex, alles begleitet mit entsprechenden körperinternen Vorgängen.
Aus all dem möchte ich nun als wesentliche Erkenntnisse festhalten:
Wird eine Situation als sehr belastend oder gefährlich erkannt und eingestuft, laufen automatische und körpereigene Prozesse ab, die uns entsprechend für Kampf oder Flucht vorbereiten. Besteht aber eine friedliche Situation von dennoch hoher Dauerbelastung, entfällt die Ausrichtung auf Kampf, weil sie hier ungeeignet wäre. Stattdessen müssten die Möglichkeiten von Flucht oder Anpassung zur Wahl stehen. Bei der Entscheidung für Anpassung müsste dann Stress entfallen.
So funktioniert das aber nicht. Leider. Kampf und Flucht sind ja offensichtlich Relikte aus grauer Vorzeit und wirken völlig deplaziert, unzeitgemäß. Da es sich um automatische, unbewusst ablaufende Programme handelt, taucht die Frage auf, ob und ggf. wie hier Einfluss genommen werden kann. Wird eine Situation z.B. als Lebensgefahr eingestuft, ist die automatische Körperreaktion eine Folge der eigenen Beurteilung. Deshalb können unerkannte, lebensgefährliche Situationen zwar radikale Folgen haben, lösen aber mit Sicherheit keinen Stress aus! Eine solche Betrachtungsweise wurde auch von Richard Lazarus verfolgt und fand Ausdruck in seinem „Transaktionalen Stressmodell“ (1974). Danach ist Stress beeinflussbar durch die persönliche Einstellung und die Erfahrungen einer Person.
Fazit:
Da also die körperinternen Vorgänge bei Stress unbewusster Natur sind und ihre Aktivierung von der persönlichen Einstellung bzw. Erfahrung einer Person abhängig zu sein scheinen, liegen m. E. zwei Gründe vor, die den Einsatz von Hypnose sinnvoll erscheinen lassen:
a) Mit Hypnose besteht die Möglichkeit, unbewusste Prozesse direkt zu beeinflussen
b) Einstellungen können angemessen umgestaltet werden, sodass kein Stress mehr durch scheinbar sehr belastende oder gefährliche Situationen ausgelöst werden kann.
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
|---|---|---|---|---|---|---|
| << < | Aktuell | > >> | ||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ||
| 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 |
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | ||