Hypnose ist nicht gleichzusetzen mit Somnambulismus. Schon ein selbstvergessener Moment in einer alltäglichen Situation, z.B. in einer Frühstückspause, kann als hypnotisch eingestuft werden. Genauso verhält es sich mit Gewohnheiten, in die man hineingeraten kann, ohne dass man es selber merkt. An solchen „Verhaltensgewohnheiten“ klebt man daher oft fest und ist sich dieser Tatsache gleichzeitig nicht bewusst. Dies gilt besonders auch in Situationen von erschreckender, erschöpfender oder bedrohlicher Art. Menschen, die in solchen Situationen leben müssen (Schwerkranke etc.), hängen also an ihrem Verhalten und sind scheinbar mit ihrem Schicksal untrennbar verbunden. Sie weisen folglich verschiedene Automatismen und Gewohnheitsabläufe auf.
Sozialtätige, die z.B. als Besuchs- oder Hospiz-Dienst arbeiten, und auch Leute aus dem geistlichen oder psychologischen Bereich, können aus Erfahrung derartige Gewohnheitsmuster im Verhalten erkennen. Mit speziell auf sie abgestimmtem Wissen über Hypnose, würde es ihnen noch leichter fallen, solche Muster zu erkennen, zu verstehen und sogar eine klarere Übersicht darüber zu bekommen. Zusätzlich, weil diese nun besonderes Wissen hätten, könnten sie auch entsprechend besser auf diese leidenden Menschen eingehen, sodass den Hilfesuchenden gezielt zu mehr Selbstwert, Harmonie und Umsicht verholfen werden könnte. Dann entstände erstaunlich mehr Nähe und Mitgefühl. Gleichzeitig auch wieder mehr Freiheit und Selbstbestimmung für sie. Und das kann ja nur gut sein!