Archiv für: 2007

31.12.07

Neujahrswünsche

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Ich möchte Ihnen ein farbenfrohes Silvester-Fest und ein glückliches Jahr 2008 wünschen! Und vielleicht nimmt sich der eine oder andere Leser von Ihnen neue Ziele in Angriff, sei es abnehmen, das Rauchen aufgeben, Beziehungen wieder aufleben lassen, noch einmal neu motiviert an den eigenen Beruf heran gehen, die eigene Gesundheit fördern oder gänzlich eine neue Lebenseinstellung entwickeln:

Ich wünsche Ihnen hierfür einen starken Willen und Freude an der Sache!


PS: Und denken Sie daran - am 04. Januar ist Welthypnosetag!

29.12.07

Abnehmen mit ohne ?!

Unser Körpergewicht lässt sich, theoretisch, leicht regulieren durch mehr oder weniger Essen und ggf. entsprechende Bewegung. Ein alter Hut. Wozu also Tabletten, anderes Essen, Operationen etc.?

Weil das eben nur Theorie ist und in den meisten Fällen nicht funktioniert. Die Abnehmproblematik ist äusserst komplex angelegt, also prinzipiell sehr individuell. Es gilt also "nur" die für den Einzelnen richtige, gute Methode zu finden. Und das kann immer nur die Methode sein, die wie von selbst funktioniert und nicht in Kampf und Krampf ausartet! Dabei kann es durchaus für jemanden richtig sein, wenn er eine autoritäre Innenstruktur hat, das Ganze entsprechend autoritär bei und mit sich durchzuziehen. Andere sind nun mal das glatte Gegenteil, sensibel, empfindlich, unsicher und fürchten schon den Gedanken an Verzicht, ganz zu schweigen von einem richtigen Hungergefühl! Für mich ebenso verständlich. Das kann innerlich die Form eines Kampfes auf Leben und Tod annehmen. Da hilft nur weiterzusuchen, intuitiv oder von einem Berater seines Vertrauens begleitet, bis es klappt! Bis dahin: nur nicht aufgeben und sich immer wieder selber Mut machen, sagen "Ich werde es auf jeden Fall irgendwie schaffen!!!" IHRE Methode wartet schon auf Sie und all die vielen Bewunderer und Vorbildsuchenden! Ihr Durchhalten ist also sehr wichtig!! Hier ein Weg mit Suggestion:

1.Bedanken Sie sich nach innen bei ihrem Unbewussten für all das Gute, was es für Sie geleistet hat und leistet
2.Bitten Sie darum, für Ihr ( neues ) Ziel Wunschgewicht ab sofort JEDE ART von Hilfe von innen zu bekommen, auch die notwendige Gewissheit, dass es funktionieren wird, falls das Unbewusste damit einverstanden ist (wenn keine Gewissheit auftaucht, ist es unter diesen Umständen nicht einverstanden).
3. Fragen Sie sich ab sofort vor jedem Essen, ob Sie wirklich Hunger haben und, wenn ja, welche Menge Sie wirklich brauchen.
4.Sagen Sie, dass Sie gerne auch mit weniger satt sein wollen als bisher und sich jetzt darauf verlassen werden.
5.Warten Sie drei Minuten, das Unbewusste stellt sich dann in Ruhe auf das Ziel ein, und essen Sie dann gemütlich und mit Genuss.
6. Wenn Sie bald merken, dass Sie satt werden, hören Sie auf mit dem Essen und bedanken Sie sich nach innen für die gute Hilfe!

So bitte jedes Mal verfahren.

24.12.07

Feiertagswünsche

Allen Leserinnen und Lesern meines Blogs möchte ich hiermit von Herzen ein wunderschönes  Weihnachtsfest wünschen! Viele besinnliche und erholsame, bewusste und unbewusste Momente, die Sie glücklich machen, und sei es nur als kleines Geschenk von Ihnen selbst an  Sie selber.

18.12.07

Die Kraft der Suggestion

Überrascht habe ich folgenden Text gelesen:


Die Rede ist vom Placebo-Effekt*. Allgemein (und wie der Artikel darstellt) werden nachweislich durch eine einfache Kochsalzlösung Schmerzen stark reduziert und Gehirnüberreaktionen neu reguliert. Auch werden Tabletten in ihrer Wirkung ins glatte Gegenteil umgekehrt und Brechreizmittel verhinderte Übelkeit ...

Das Ganze mündet für mich in den beiden Aussagen:

a) dass der Placebo-Effekt “... das mächtigste Wirkprinzip überhaupt sein ...“ dürfte.
b) “... das Verständnis des Effekts könnte helfen, eines der größten Geheimnisse der menschlichen Natur überhaupt zu begreifen: Die Verknüpfung von Seele und Leib.“

Für mich hat das Alles aufs Innigste mit Hypnose zu tun. Deshalb möchte ich diesen Spiegel-Artikel allen Leserinnen und Lesern meines Blogs empfehlen!


*Nach meiner Meinung handelt es sich hierbei um eine meist mit physikalischen Mitteln ausgelöste, hypnotisch unterstützte “Selbsterfüllende Prophezeihung“.

12.12.07

Vertrauen ist die Basis ( 2 )

Die Aufforderung "werdet wie die Kinder" dürften die meisten Leser kennen, genauso die Erkenntnis "Kindermund tut Wahrheit kund".Hier wird einmal auf das Kindsein abgezielt und zum anderen damit die Wahrheit in Verbindung gebracht.

Das ist kein Zufall: Kinder leben fast ausschließlich in der Gegenwart und irgendwas in der nahen oder fernen Zukunft ist für sie deshalb nur mit Mühen fass- und abwartbar. Möchten Erwachsene wieder "zu sich finden", wird überwiegend daran gearbeitet, wieder (wenigstens für einen kurzen Moment) zu einer kindlichen Einstellung zurückzufinden. Ob ich bei Castaneda von "staunender" Haltung dem Leben gegenüber gelesen habe, oder im Zen eine vorurteilsfreie, vom inneren Dialog befreite, besinnliche Haltung einnehmen soll - nur auf solchen Wegen kann man angeblich der Wahrheit und der Wirklichkeit begegnen. Und die Erfahrung bestätigt es!

Schauen wir nun auf einen anderen Aspekt des Kindseins: Dem Vertrauen. So können wir ebenfalls nur gute Erfahrungen machen, vor allem aber, wenn wir unsere Lebensweisheit damit auf sinnvolle Weise verbinden. Wenn wir also wirklich vertrauensvoll und ganz im Tun aufgehend unser Handeln im Hier und Jetzt geschehen lassen, ohne uns selbst ständig innerlich zu dezimieren, werden wir etwas in uns wahrnehmen, was wir lange nicht bemerkt haben. Da ist dann etwas Besonderes, oft mit Gefühlen oder Bildern Versehenes und es wirkt zugleich alt und neu. Das ist auch etwas, was uns in Bewegung bringen kann, uns lebendiger macht. Es fordert uns auf, mehr zu tun in die "neue" Richtung und es will eine Spirale des Lebens in Gang bringen, wie ich es nenne. Diese Kraft hat auch Vertrauen in sich, neues Vertrauen, weil es eigentlich zu jeder Lebensäusserung dazugehört, quasi einfach mitkommt.

08.12.07

Suchtrends nach Google

Mit Google Trends hat man die Möglichkeit, angegebende Suchbegriffe nach Häufigkeit als Suchwort vergleichen zu lassen. Ich habe es gleich einmal mit dem deutschen Wort "Hypnose" (heißt dazu auch in ein paar anderen Sprachen so) und dem englischen Begriff "hypnosis" ausprobiert. Die interessanten Ergebnisse sehen so aus (blau:Hypnose; rot:hypnosis):

06.12.07

Vertrauen ist die Basis ( 1 )

Wie man aus meinem letzten Blogbeitrag sehen kann, hatte Erickson ein für unsere Verhältnisse eher aussergewöhnlich großes Vertrauen in die Zuverlässigkeit des Unbewußten und der damit verbundenen Intuition. Sein Vertrauen gründete wohl auf seine praktischen Erfahrungen bei der Bewältigung lebensbedrohender Krankheiten. Wie ich es sehe, stand er mehrmals vor der Entscheidung, ob er weiter leben oder sterben wolle, eine Frage, die irgendwann auf jeden Menschen zukommt. In solchen Fällen taucht aber nicht nur die Frage des Wollens auf, sondern automatisch auch die Frage, ob wir eine gewisse Wahrscheinlichkeit zum Weiterleben annehmen können. Drängt das Leben selbst in seiner Ganzheit auf Fortsetzung, hat sich die Sache von selbst erledigt. Ist das Leben jedoch geschwächt (egal, ob die Ursache rein körperlich war oder geistig/seelisch), haben wir tatsächlich die Wahl! Die Wahl, im Zweifelsfall zu sagen, ich weiß zwar nicht wie es funktionieren könnte, aber ich will! Genau da ist die Entscheidungsfreiheit des Menschen. Und dann, wenn wir uns dafür entschieden haben, setzt ein "Wunder" ein: Alles richet sich nach unserem Willen und macht es möglich! Irgendwie. Die Empfindung eines Wunders aber beweist, dass wir in diesem Fall eine Grenze überschritten haben. Wir haben uns entschieden für ein Ziel, ohne die sonst üblichen logisch nachvollziehbaren Möglichkeiten zu haben oder zu kennen! Wir haben dann aber eine Extremsituation gemeistert und damit quasi unsere andere Hälfte in unser bewusstes Leben gelassen. Die Frage ist jedoch, ob es immer nur eine Extremsituation sein muß! Immerhin ist die Welt nicht immer logisch aufgeklärt gewesen und, das Unbewußt ist nun mal da, immer, ob uns dieser Umstand bewußt ist oder nicht. Außerdem verzichten wir freiwillig auf mindestens die Hälfte unserer Möglichkeiten! Wer sein Leben gänzlich auf Beweise baut, vergisst, dass bis heute nicht bewiesen werden kann, was Leben überhaupt ist! Wir kennen seine Wirkungen, mehr nicht. Logiker exsistieren auf einer nicht logisch beweisbaren Basis!

18.11.07

Selbsthypnose nach Erickson

Die besten Gelegenheiten, um eine Selbsthypnose aufzubauen und anzuwenden, sind laut Erickson die Momente des Einschlafens oder Aufwachens bzw. Tagträumens. In diesen Übergangssituationen kann jeder beliebig und spielerisch Selbst-Erforschung betreiben. Da Trance die üblichen Grenzen aufhebt, kann hier jeder Neues und bisher Unentdecktes seiner Persönlichkeit finden.

Bei den meisten Selbsthypnose-Anleitungen wird man aufgefordert, es sich bequem zu machen und seine Aufmerksamkeit innerlich oder äußerlich zu konzentrieren etc. Nicht so Erickson: Er bestand darauf, dass man so tief in Trance gehen sollte, wie man es sich selber wünscht. Aber: „Wenn ich Leute in Selbsthypnose unterrichte, sage ich ihnen, dass ihr Unbewusstes die Zeit, den Ort und die Gelegenheit auswählen wird, die dann gewöhnlich sehr viel günstiger sind, als wenn Sie dies bewusst bestimmen würden“. Im Weiteren gibt er genauere Anleitungen: „Jedes Mal wenn man in Trance geht, muss man auf alle Möglichkeiten vorbereitet sein […] z.B. ich habe den Gedanken: Ich wäre gern den Schmerz los. Das reicht schon.“ Erickson bestand darauf, dass ganz allgemein gehaltene Anweisungen ausreichen. So sollte dem Unbewussten alles Weitere vertrauensvoll überlassen werden.

Ich habe selber gute Erfahrungen mit beiden Vorgehensweisen erlebt. Beim Erickson´schen Vorgehen hatte ich auch typische Erfolge mit Amnesie. Mit der anderen Methode konnte ich sehr genau meine eigene Trance steuern und schwankte sogar zwischen der Empfindung, ob ich wach bin oder in Trance. Hier denke ich, dass die momentan vorherrschende, persönliche Neigung den Ausschlag geben sollte, welchen Weg man wählt.

Wenn jemand seine eigenen Erfahrungen auf diesem Gebiet darstellen möchte, so können Sie einfach einen Kommentar hinterlassen. Ich freue mich!

12.11.07

Erkenntnis des Tages !!

"Wer vorne sitzt, ist eher am Ziel."

11.11.07

Ist Hypnose nur ein Sich-Erinnern?

Vor einigen Monaten besuchte ich eine Gruppe von Interessierten, die mehr über Hypnose und Trance wissen wollten. Ein Mann von ihnen meinte, er wolle „endlich mal“ Hypnose erleben. Ich bemerkte sofort, dass er in dieser Hinsicht auch große Erwartungen besaß. Da ich selber wissen wollte, welcher Art seine Erwartungen entsprachen, ließ ich ihn frei wählen. Er entschied sich für das erneute Durchleben einer früheren, ausgedehnten Reise durch Finnland und war selbst überrascht, weil er an diese Reise etliche Jahre nicht mehr gedacht hatte.

Nach kurzer Einleitung ging er augenblicklich in eine intensive Trance und stand nur noch mit mir in Rapport. Die anderen Anwesenden mochten miteinander diskutieren oder sich mit normaler Lautstärke bewegen – er durchlebte seine Reise. Selbstverständlich wirkte ich darauf hin, dass die Reise für ihn nicht nur ein Genuss sei, sondern ihm auch neue, wichtige, interessante und teilweise überraschende Erkenntnisse ermögliche. Dafür gab ich ihm einen Zeitrahmen von zehn bis fünfzehn Minuten. Aus der Trance zurück brauchte er ein paar Minuten für die Neuorientierung und gab zu, dass er gerne noch viel länger „dort“ geblieben wäre. Später berichtete er den anderen, staunenden Anwesenden, dass er die Reise von damals, vor 30 Jahren, noch einmal vollständig durchlebt hätte, allerdings noch viel intensiver als sie in Wirklichkeit war. Und er betonte, dass er nicht über alles reden wolle, weil er Manches für sich behalten wolle, aber auch Einiges erst verarbeiten müsse.

Nach seinen Beschreibungen entstand eine lebhafte Diskussion, in der die Frage auf kam, ob denn Hypnose nicht einfach nur ein Sich-Erinnern sei. Meine Meinung dazu: Erinnerungen, Erfahrungen etc. müssen sicher als Ausgangsbasis der meisten Induktionen angesehen werden (für mich auch wieder ein Beweis der hypnotischen Wirkung des Materiellen). Es gibt aber auch Erfahrungen während einer Hypnose, die völlig neu und scheinbar ohne Zusammenhang daherkommen (vgl. Gesammelte Schriften von Erickson, Bd. 1, Seite 190: „Es war das Abgehobenste, wozu ich je in der Lage war.“).

09.11.07

Logisches vs ganzheitliches Denken

Am Montag veröffentlichte der Daily Telegraph eine kleine Zusammenstellung, die die Hauptmerkmale vom Denken mit der linken bzw. rechten Gehirnhälfte vergleicht. Daneben sieht man eine sich drehende Frauengestalt: Dreht sie sich im Uhrzeigersinn, denken Sie gerade eher mit der rechten Gehirnhälfte.  Nach ein paar eigenen Versuchen drehte sich die Figur für mich mal so, dann nach Sekundenbruchteilen wieder so herum. Gleichschnell ist es möglich, vom wachbewussten in den entspannten (Trance-)Zustand zu gelangen. Je nach Person verhält es sich hierbei natürlich anders, mit welcher Methode es am besten erreicht werden kann.

05.11.07

Mal selber Karnickel sein

Manche Tage wollen einfach nicht vorübergehen, andere bedeuten für uns Stress oder fordern von uns Hast und große Eile. Es gibt aber auch Menschen, die ihren Tag scheinbar mühelos, entspannt und sogar produktiv (würde ich es nennen) verwenden. Ein einfacher Trick gegen Hast oder Stress ist, sich den nächsten Tag einfach im Voraus zu denken. Machen Sie den Test einmal selbst (oder sogar immer wieder, wenn Sie den Erfolg für sich entdecken):

Die beste Tageszeit für unser kleines Experiment ist die Zeit vor Ihrem Einschlafen. Wenn Sie sich ins Bett legen, seien Sie sich sicher, dass Sie ab jetzt hervorragend entspannen werden. Atmen Sie ein paar Male tief aus und ein. Machen Sie es sich bequem. Denken Sie nun zunächst an all die guten Dinge, die Sie an diesem Tag erlebt haben, egal ob es ein Witz war oder eine warme Umarmung. Sagen Sie sich dabei, dass genauso schöne Momente auch morgen geschehen werden und dass Sie selbst entspannt, fröhlich und ehrgeizig sein werden. Sie können das sooft zu sich selber sagen, wie Sie wollen. Hauptsache, Sie befinden sich dabei in einem Zustand der Entspannung (also kurz vor einer Trance). Damit Ihre Suggestionen auch ihre völlige Wirkung entfalten können, suggerieren Sie sich selbst Bilder , die den morgigen Tag in hellen Farben und guten Gefühlen darstellen. Zum Beispiel sagen Sie sich, dass morgen Ihre Enkelin zu Besuch kommt und mit einem herzlich warmen Lächeln Ihnen entgegen läuft. Genießen Sie jedes Bild und machen Sie sich klar, dass der zukünftige Tag genauso wundervoll werden wird, wie Sie es jetzt schon innerlich erleben.

Viel Spaß beim Experimentieren!

Erkenntnis des Tages !!

"Meine Stärken sind meine Schwächen - meine Schwächen sind meine Stärken"

27.10.07

Schon mal die halbe Miete ...

In dem Artikel “Im Kopf zum Sieg“ (Spiegel Nr. 43) heißt es u.a. richtig: „Niemand kann einen Triathlon gewinnen, niemand das gelbe Trikot erringen, niemand eine Kugel zum Weltrekord stoßen, ohne alle Aufmerksamkeit zu bündeln und in Trance zu gehen, in einen anderen Bewusstseinszustand.“ Das ist genau das, was ich schon lange sage (hier auf den Sportbereich bezogen). Mir wäre allerdings noch lieber, wenn bald ebenso erkannt würde, dass nahezu alle Handlungen der Menschen in Trance geschehen und nur bei besonderen, unerwarteten oder unbekannten Situationen, also wenn neues Lernen angesagt ist, der Mensch aus seiner Alltagstrance herauskommt, ja herauskommen muss und damit für einen kurzen Augenblick im Hier und Jetzt verweilt, also die sog. Wirklichkeit berührt. Und das sind die Momente von unvergleichlicher Lebens-Intensität, in denen die Zeit aufgehoben zu sein scheint.

04.09.07

Zeit - lineares und/oder eindimensionales Denken

Im Bereich des NLP wird viel mit dem Time-Line-Konzept gearbeitet. Dem liegt die Vorstellung zu Grunde, dass Zeit eine Bewegung in nur eine Richtung vorgibt, wie eine Linie, und Geschehnisse auf dieser Linie wie Perlen einer Halskette aneinander reiht. Dass dieses Modell ein Fortschritt war, dürfte unumstritten sein, wie ja auch die praktischen Erfolge belegen. Ob dieses Modell jedoch noch zeitgemäß ist, darf bezweifelt werden.

Denkansätze eines neuen Zeitmodells gibt es nicht zuletzt auch aus den Wissenschaften, ob man da von Parallelwelten oder Zeit fressenden Löchern spricht oder über relative Zeiterscheinungen oder eine subatomare, frei gestaltbare Rohmasse, alles tendiert immer mehr zu einer „Sowohl-Als-Auch-Haltung“ und weg von unserer bisher üblichen „Entweder-Oder_Haltung“. Würde man unsere Zeitauffassung weiterentwickeln wollen, denke ich, könnte man ebenso über andere Zeiteinteilungen nachdenken wie auch über eine Verschränkung verschiedener „Zeitströme“ ineinander. Außerdem sehe ich die Notwendigkeit, einen wirklich individuellen „Zeit-Raum“ um jedes menschliche Individuum herum annehmen zu müssen, der bewusst oder unbewusst gestaltet wird, wie die Hypnoseforschung schon lange beweisen kann. Sogar paradoxe, gleichzeitige Zeitauswirkungen sind für den Einzelnen normal möglich, wie ich inzwischen per Test mehrmals selbst feststellen konnte:

Ich „programmierte“ mich selbst darauf, in einer speziellen, zeitlich sehr angespannten und unangenehmen Situation die Empfindung haben zu wollen, dass ich, trotz aller logisch dagegensprechenden Fakten, mehr Zeit zur Verfügung haben würde und gleichzeitig das Gefühl haben sollte, dass diese unangenehme Zeit so schnell wie eine einzige Stunde vergehen sollte (real waren es fünf Stunden). - Was soll ich sagen? Es hat bestens funktioniert!

Berichten Sie mir doch von Ihren Zeiterfahrungen!

24.08.07

Zeit-Stress und Stress-Zeit

„Nimm dir Zeit und nicht das Leben“ so lautete vor vielen Jahren ein Werbespruch, wobei ich im Moment nicht mehr weiß, worauf diese Mahnung abzielte.
In der Jetzt-Zeit ist es immerhin so, dass immer weniger Menschen immer mehr leisten müssen, damit es noch wirtschaftlich vertretbar ist. Das führt zu echtem Zeit-Stress, egal, ob man bei einer Zeitung arbeitet oder im Krankenhaus. Und die Arbeitszeit bekommt immer mehr den Symbolcharakter einer Stress-Zeit. Dabei – anders betrachtet – machen wir uns selbst innerlich den Stress, wir übernehmen ihn von außen und verwirklichen ihn in unserem Innern. Und diesen Vorgang “trainieren“ wir (unbewusst) immer und immer wieder und prägen so unsere künftigen, automatischen Verhaltens- und Reaktionsweisen. So zementieren wir unsere (Fehl-) Reaktionen. Und dann kommt irgendwann der Punkt, an dem wir uns gefangen fühlen und nicht mehr raus können und uns selber schaden. Taucht die Frage auf, erinnernd an meinen obigen Spruch, ob das “Sich-Zeit-Nehmen“ überhaupt machbar ist, oder ob das nur wertlose Gedanken sind.

Für die Antwort möchte ich ein wenig ausholen: Zuerst muss gesagt werden, dass Zeit an sich Quantität hat (Tage, Stunden, …) und bestimmte Abschnitte eine ganz bestimmte Dauer haben. Dann gibt es noch die Qualität der Zeit. Qualität heißt, für bestimmte Handlungen muss die Zeit “richtig“ sein. So ist es beispielsweise ratsam, Beileidsbekundungen erst dann zu äußern, nachdem jemand gestorben ist und Schmerztabletten erst dann zu nehmen, wenn tatsächlich Schmerzen aufgetaucht sind. Eine andere Rolle beim Thema Zeit spielt die persönliche Wahrnehmung. 1948 veröffentlichte Lynn F. Cooper einen Artikel über die unterschiedliche Wahrnehmung des Zeitablaufs verschiedener Menschen, dem später verschiedene Arbeiten von Milton H. Erickson und seiner Frau Elisabeth folgten. Darin wird festgestellt und bewiesen, dass die Zeit durch die persönlich gebundene Wahrnehmung variabel ist. Das bedeutet, wer sich unter Zeit-Stress fühlt, braucht “nur“ die Wahrnehmung der Zeit verändern. Ganz einfach!

 

Ganz einfach? Mehr beim nächsten Mal.

14.08.07

Hypnotische Wirkung des Materiellen

Spätestens die Quantenphysik beweist, dass Materie überwiegend aus Nichts (Vakuum) besteht. Subatomare Teilchen erwecken durch Bewegung den Eindruck von greifbaren, festen Körpern. Durch die Annahme dieser Illusion erschafft der Mensch seit Tausenden von Jahren seine "Wirklichkeit".

Deshalb hat die materielle Wirklichkeit für die Menschen einen nahezu unvergleichlich hohen Stellenwert. Dies führt zwangsläufig dazu, dass wir von der Dringlichkeit der Welt absolut überzeugt und fasziniert, ja hypnotisiert sind. Deshalb wirkt Materie beim Menschen auch wie eine selbst erfüllende Prophezeiung: Sie beweist sich selbst durch ihr greifbares Dasein!

Dass dies "falsch" gedacht wird, können Durchschnittsmenschen, wie du und ich, im Größeren (bisher) nicht beweisen, aber im Kleinen wird dies immer wieder bewiesen! Bestes Beispiel: In den letzten Jahren entwickelt sich immer mehr wissenschaftliches Interesse am Placebo. Man weiß inzwischen sicher, dass Wirkstoff freie Tabletten, mit entsprechenden Erläuterungen verabreicht, ursprünglich unerklärlich hohe Wirkungen in spezieller Weise haben können. Der Tablettenkonsument weiß allerdings: "Ich habe ja wirklich eine Tablette runter geschluckt" und geht danach in eine innere, abwartende Position. Damit ist schon mal "Wirkung" möglich und wird auch eintreffen. Umgekehrt kann die stärkste Tablette mehr oder weniger schwach oder gar nicht wirken, wenn man den einnehmenden Menschen die Grundüberzeugung vermittelt, dass keine Tablette mehr helfen kann. Diese Hoffnungslosigkeit kann auch in jedem anderen Bereich Ursache für eine belastete Lebensführung sein, wie etwa ständige Partnerschaftsprobleme, Karrierenschwierigkeiten oder immerwährendes “Pech“ im Leben.

Es lohnt sich also, die eigene Einstellung bzw. den Glauben zum Leben zu überprüfen und ggf. zu korrigieren, ganz nach dem bekannten Muster: “Dein eigener Glaube macht dich zum Sieger und Schöpfer deines Universums (oder zum Opfer deiner eigenen Welt)!"

04.08.07

Was ist an Freud ungewöhnlich?

Beim Lesen der ZEIT stieß ich heute auf “Eine kleine wissenschafts-historische Sensation: Das bislang unbekannte Tagebuch einer Freud-Patientin, die ihre Sitzungen protokollierte“ (02.08.2007, Feuilleton). Viele Dinge fallen mir bei dem Text auf, ich möchte aber, als Hypnotiseur, nur auf zwei Dinge eingehen:

Zum einen hat sich Sigmund Freud wohl in diesem Fall in einer Art Rausch befunden, jede Äußerung und Schilderung der Patientin kommentieren/deuten zu müssen (wobei ich mangels entsprechender Belesenheit nicht sagen kann, ob er immer so handelte) und zum anderen tendieren diese Deutungen und Kommentare gelegentlich zur Form einer selbsterfüllenden Prophezeiung .

Beispiel: “Nach und nach werden Sie Beweise bringen und es wird sich das Rätsel lösen, warum Sie nicht von Ihrem Bruder loskommen.“


Immerhin ist mir bekannt, dass Freud eine Ausbildung in Hypnose absolviert haben soll. Wobei er später von Hypnose offiziell keinen Gebrauch gemacht hat. Wenn ich aber solche Aussagen lese, frage ich mich, ob er sich der Wirkung solcher Aussagen bewusst war oder ob diese Wirkungen sogar gewollt waren. Zumindest in diesem Text scheint er auch nicht immer der kühle, distanzierte Analytiker gewesen zu sein, wie an anderer Stelle klar erkennbar.

Beispiel: “Wenn Sie sich herabsetzen tun sie es, um mir die Liebe zu verleiden, wie z.B. die Dame mit den Hämorrhoiden.“


Ich glaube, solche Äußerungen sprechen für sich. Einmal mehr sehe ich mich bestätigt in meiner Meinung, dass man sich bemühen sollte, bewusster zu leben und zu handeln, wie es die Hypnose möglich machen kann.

17.07.07

Möglich oder unmöglich?

Mich würde interessieren, was Sie über dieses Video bzw. Thema denken.
Also schreiben Sie mir Ihren Kommentar!
Natürlich ist das Video mit einem Schmunzeln zu betrachten!



(Für die Betrachtung ist der Adobe Flash Player nötig, den Sie hier downloaden können.)

16.07.07

Spiegel-Geschichte Nr. 6: Käfig

Ein Mann “lernt“ in seiner Jugend, dass Gefühle verletzlich und schutzlos machen. Also beschließt er, keine Gefühle mehr zuzulassen. Er ist ab da seinen Mitmenschen gegenüber ziemlich hart, gegenüber sich selbst konsequent unerbittlich. Er rechnet sich genau aus, wie viel er wiegen darf und hungert auch einfach so lange, bis er das gedachte Gewicht hat. Alle zwischenmenschlichen Kontakte reduziert er soweit, dass er schließlich nur noch am Arbeitsplatz mit anderen Personen zusammentrifft. Er reist einsam herum, isst stets allein und plant sein Leben bis in kleinste Detail. Er lebt streng logisch und lächelt über viele Probleme anderer Menschen, weil die bei ihm nicht vorkommen können.

Nur manchmal gibt es da (so dumme) Zufälle, die er nicht ausschließen kann und die ihn ab und zu “erwischen“: Gelegentliche Unfälle (nichts von Bedeutung), eine Gehirnoperation, Durchblutungsstörungen und dann noch diese Krankheit, Parkinson genannt, die aber bei ihm einen “milden“ Verlauf nimmt. Und, obwohl er einige Fachbücher von angesehenen Forschern über Parkinson liest, wacht er nicht aus seinem selbstgebauten Denk-Käfig auf, auch nicht, als öfter davon die Rede ist, dass bei Parkinson-Kranken Dopamin fehlt, das “Glückshormon“, wie es auch in Fachkreisen genannt wird.

Selbstkontrolle u. Selbstverantwortung in der Hypnose, Teil 2

Wie bereits gesagt, ist jede Fremdhypnose eigentlich eine Selbsthypnose. Wenn aber der Klient jede Hypnose in sich selber aufbaut und aufrecht hält, kann er sie auch beliebig beenden.

Diese Schlussfolgerung hat zwei Fehler:
Dass Fremdhypnose Selbsthypnose ist, scheint noch nicht so bekannt und entsprechend bewusst zu sein (eindeutig eine Unterlassung der Hypnosefachleute!) und ferner ist die Hypnose eine Art “Parallelwelt“ (ähnlich der Traumwelt), in der der Mensch zuerst lernen muss, sich zu bewegen und zurechtzufinden. Beides geht ausschließlich nur über praktische Übung! Ist jemand seiner Persönlichkeit entsprechend “oft genug“ hypnotisiert worden, kommt in den Ablauf der Hypnose nahezu unbemerkt etwas mehr Freiheit für den Klienten, die gewöhnlich nach und nach von ihm erweitert wird und schließlich dahin führt, dass der Klient jede Hypnose durch Veränderungen zu “seiner“ Hypnose macht. Dazu gehört ganz natürlich auch das Wissen, wie man aus jeder Hypnose mit Sicherheit und zu jeder Zeit herausgehen kann (das Ganze kann natürlich durch gute Anleitung eines Hypnotiseurs beschleunigt ablaufen.). Gleichzeitig verbessert sich ganz automatisch auch die Einstellung des Klienten zu der Frage, was er in Hypnose für machbar hält. Sein Selbstbewusstsein und sein Erfolg wachsen auch im richtigen Leben. Denn dadurch werden auch seine Selbstkontrolle und seine Selbstverantwortung optimiert und von ihm dann auch lieber und öfter eingesetzt.

Wie angekündigt, möchte ich hier auch auf dass Dauer-Reizthema Showhypnose eingehen:

Es gibt dort immer wieder Showelemente, die mit Recht kritisiert und verurteilt werden. Bevor ich aber darauf näher eingehe, möchte ich feststellen, dass vertretbare Shows allgemein ein Bedürfnis stillen, also nichts Schlechtes sind. Dem zufolge müssen “gute“ Hypnoseshows auch eine Daseinsberechtigung haben. Damit meine ich Shows mit moralisch-ethisch vertretbaren Inhalten und vom Können her mit im oberen Bereich angesiedelten Fähigkeiten des Vorführenden, sodass dem Showbesucher (z. B). eine ansprechende Mischung aus Unterhaltung, neuen Erfahrungen und Erkenntnissen präsentiert wird. Deshalb glaube ich, dass Show-Hypnotiseure sich selbst den Gefallen tun und verstärkt darüber nachdenken sollten, wie sie ihre Show so gestalten können, dass sie nicht mehr  auf die  bisher üblichen, kritisierbaren “Tricks“ zurückgreifen müssen. Dazu lohnt sich sicher ein Blick auf andere, erfolgreiche Shows (Bühnenmagier etc.), um durch mehr professionelle Showgestaltung und gleichzeitig weniger spektakulär-verwerfliche Hypnoseelemente zu noch mehr Erfolg zu kommen. Was den Anteil von Hypnose angeht, ist hier weniger oft mehr. Vielleicht könnte man mehr Varianten einzelner Hypnoseelemente anbieten, gewissermaßen spektakulär verpackt? Analoges Beispiel: Eine Blume, mit Fantasie ausgeschmückt, kann prächtiger wirken wie ein ganzer Blumenstrauß. Wenn das also richtig angepackt wird, tun sich  ganz neue Möglichkeiten auf und neben dem Spaß werden auch die Popularität der Hypnose und ihr Image gefördert. Vielleicht wirken gute Hypnoseshows sogar befruchtend auf die “seriöse“ Hypnose, wer weiß?
 
Und zum Schluss noch eine Frage: Würde es nicht eher wie eine vertrauensbildende Maßnahme wirken, wenn man vor jeder Show mit interessierten Teilnehmern die (später auf der Bühne realisierten) Hypnoseelemente durchsprechen würde?

03.07.07

Kritik am Lehrbuch

Zitat: „Das Unterbewusste verhält sich wie ein vierjähriges Kind. Es ist trotzig, misstrauisch, schmollt oft, lügt, versucht abzuweichen, mobilisiert alle Abwehrmechanismen, an die wir uns aus unserer eigenen Kindheit und aus unserer kollektiven Kindheits-Erfahrung erinnern. […] Andererseits ist das Unterbewusste hilflos, abhängig, leicht verwundbar, schwach, klein, und fühlt sich inadäquat. Es lebt für den Augenblick und kennt keine Zeit.“ (Link zum Buch)

Wenn ich solche Zeilen lese, liebe Leser, können Sie sich sicher vorstellen, dass ich ein wenig aufgebracht reagiere. Ich vermisse Respekt, Toleranz, Zurückhaltung und wirkliches Interesse. Vor allem, weil das Unbewusste in all seinen Funktionen noch gar nicht erfasst ist! Nach meiner langjährigen und praktischen Erfahrung besteht der Mensch nur zu einem winzigen Teil aus begrenzt und logisch strukturiertem Bewusstsein und alles andere ist Unbewusstes. Zudem erstaunt es mich immer wieder, wie abfällig Menschen über einen Teil ihrer Selbst reden. Das Unbewusste lebt ja nicht irgendwo im Dunkeln und weit von unserer Persönlichkeit entfernt, sondern es ist in uns und verflochten mit all unseren Persönlichkeitsebenen und mit unserem Bewusstsein. Daher ist hier absolute Zusammenarbeit und völliges Vertrauen angesagt! Selbstverständlich besitzt das Unbewusste auch den Aspekt eines vierjährigen Kindes, aber genauso auch Aspekte wie den eines alten Weisen (wie bei C.G.Jung die Archetypen). Wenn jedoch weiterhin diese überholte Meinung in der Praxis bestehen bleibt, so sehe ich keinen Fortschritt.

PS: Ansonsten ist das Buch sehr empfehlenswert. 

Erkenntnis des Tages !!

"Hypnose ist ein Universalwerkzeug" - FALSCH: Hypnose ist der Rohstoff, aus dem Universalwerkzeug gebaut werden kann"

Selbstversuch beim Zahnarzt

Vor einem Jahr hatte ich einen Teil eines Schneidezahnes verloren und musste zum Zahnarzt. Zwar hatte ich keine Angst, aber aus entsprechenden Erfahrungen wusste ich, dass ich über „empfindliche Zähne“ verfügte, weshalb schleifen, bohren und polieren für mich schon in Gedanken schmerzlich war .Andererseits mochte ich Betäubungsspritzen und deren Wirkung ebenso wenig, sodass ich diese Situation kurz entschlossen zum Selbsthypnose-Selbstversuch erklärte.

Am Abend vor dem Termin legte ich mich auf das abgedeckte Bett, sagte zu mir, dass ich nun in eine ausreichend tiefe Trance gehen wolle und bat mein Unbewusstes um Führung. Nachdem ich ein paar Mal tief ein- und ausgeatmet hatte, baute sich fast unbemerkt eine angenehme, ehr leichte Trance auf, die ich vor allem dadurch bemerkte, dass ich von meiner Umgebung immer weniger wahrnahm. Nach relativ kurzer Zeit erlebte ich einen sehr friedlichen und ruhigen Moment. Instinktiv nutzte ich diesen Moment um meinem Unbewussten meinen Wunsch vorzutragen. Mir war dabei wichtig, dass ich sowohl Schmerzfreiheit bei der Behandlung erleben würde, als auch die Zeit überraschend schnell verstreichen sollte. Den Wunsch habe ich mehrmals wiederholt und die Trance beendet.

Am nächsten Tag beim Zahnarzt war ich keinesfalls sicher, was meine hypnotische Betäubung anging. Das Angebot einer Betäubungsspritze lehnte ich dennoch ab und versuchte, den Dingen gelassen entgegen zu sehen.
Der Zahnarzt, seinerseits verunsichert, wies mich mehrmals auf mögliche Behandlungsschmerzen hin, wohl auch, um seine Arbeit ungestört ausführen zu können. Mit Ansetzen des Bohrers verspürte ich einen Bruchteil einer Sekunde lang einen Schmerz, der sofort verschwand! Auch die restliche Behandlung verlief völlig angenehm und schmerzfrei. Der Zahnarzt war selbst verwundert und fragte mich auch des Öfteren, ob ich denn wirklich keine Schmerzen habe.

Seitdem ist es mir ein Leichtes, bei Zahnbehandlungen automatisch auf Hypnose umschalten zu können. Ich glaube, dass mein Unbewusstes die Schmerzfreiheit selber erst noch lernen musste, was sich bei der kurzen Verzögerung am Anfang der Behandlung zeigte.

01.07.07

Zeugenaussagen sind bedroht !!

Soeben bin ich auf einen Blog-Eintrag vom 07.01.2006 gestoßen, der Hypnose in Verbindung mit der Rechtssprechung setzt (Link zum Artikel). Udo Vetter vertritt hier die Meinung, dass

1. Zeugen unter Hypnose sich in einem Zustand eingeschränkter Steuerungsfähigkeit befänden,
2. der Zeuge nicht mehr in der Lage wäre zu entscheiden, ob er vor seiner Aussage unter Hypnose Gebrauch von seinem Auskunftsverweigerungsrecht oder Zeugnisverweigerungsrecht machen will,
3. Hypnose im Falle einer Zeugenvernehmung eine dubiose Methode sei,
4. womöglich die Gesundheit von Zeugen gefährdet wäre.

Zu den ersten beiden Punkten möchte ich auf meinen Artikel “Raub mit hypnotischem Trick?“ verweisen. Dort habe ich am Blogeintrag-Ende bereits auf die Tatsache hingewiesen, dass unter Hypnose eigentlich keine sozial-schädlichen Handlungen möglich sind. Demzufolge ist die Steuerungsfähigkeit des Zeugen nicht aufgehoben und teilweise sogar erheblich erweitert. Der freie Wille bleibt erhalten. Außerdem wird der Zeuge vor seiner Einwilligung zur Hypnose sicher in aller Form und absolut umfangreich über seine Pflichten und Rechte informiert worden sein.

Der dritten Behauptung setze ich entgegen, dass Hypnose nie eine dubiose Methode ist, außer sie wird dazu gemacht und missbraucht. Hypnose ist eine natürliche Möglichkeit des Menschen, die nicht verwerflich sein muss, nur weil sie so selten eingesetzt wird!

Zuletzt ist sehr weit hergeholt, dass die Gesundheit der Zeugen durch Hypnose gefährdet wäre. Wenn Hypnose sachgerecht und gekonnt eingesetzt wird (wovon ich bei der Auswahl des Hypnotiseurs durch die Polizei ausgehe), besteht keinerlei Gefährdung, z.B. drohende psychische Belastungen können dadurch umgangen werden, dass dem Zeugen suggeriert wird, er sehe die Erinnerungen besonders deutlich und aus einer neutralen Betrachterposition.

Wahrscheinlich kam Herr Udo Vetter zu diesen Behauptungen, weil er selbst wohl noch nie eine Hypnose erlebt hat, was eigentlich schade ist.

Selbstkontrolle u. Selbstverantwortung in der Hypnose, Teil 1

Das Leben ist inzwischen so umfangreich und damit auch oft so unübersichtlich geworden, dass wir gelegentlich die Hilfe und den Rat von Fachleuten brauchen. Bei Steuersachen gehen wir zu einem Steuerberater, bei Gesundheitsproblemen konsultieren wir einen Arzt oder Heilpraktiker. Wenn alles gut läuft, bekommen wir dort einen guten Rat, der uns wirklich weiterhilft. Solche Spezialisten bekommen auch oft den Auftrag, ihrem eigenen Rat folgend, auch für uns tätig zu werden, was üblicherweise mit einem Vertrag dokumentiert wird. Mit diesem Rat und dem Tätigwerden handeln sie an unserer Stelle und wir selber tragen die Verantwortung dafür! Wir vertrauen diesen Menschen, dass sie mit ihrem Wissen und Können das von uns gewünschte Ergebnis herbeiführen.

Auch ein Hypnotiseur ist nur ein Spezialist, den Sie um Rat fragen und um Hilfe bei der Umsetzung seines Rates (= Anleitung und Durchführung einer Hypnose) bitten können. Dem zufolge trägt letztlich die um Rat und Hilfe bittende Person auch die Verantwortung für das Ergebnis, soweit der Hypnotiseur sich an Abmachungen und an Seriosität hält. Das soll heißen, dass vor einer Hypnosesitzung alle relevanten Punkte zum Schutz von Auftraggeber und Auftragnehmer durchgesprochen werden sollten! Relevant sind in diesem Zusammenhang u.a.: Das Ziel, die Vorgehensweise sowie individuelle Wünsche oder Ablehnungen. Im Einzelfalle kann der Klient auch die Informationen für unrelevant halten und einfach sagen "mach mal ". Dann muss er sich aber im Klaren sein und (möglichst auch schriftlich) vom Hypnotiseur darauf aufmerksam gemacht worden sein, dass nicht gewünschte Erfahrungen damit auftreten können. Jedoch könnte hier der Einwand auftreten, dass all das bei Hypnose doch ganz anders ist! Dieser Einwand beruht leider auf der immer noch falschen und eher mystischen Ansicht über das Wesen der Hypnose. FÜR MICH IST HYPNOSE, ganz einfach gesagt, BEEINFLUSSUNG. Und jeder Leser wird mir zustimmen können, dass sich ALLES in unserem Leben gegenseitig beeinflusst. So kann mein Dasein oder mein Nicht-Dasein schon beeinflussen, das kleinste Wort von mir oder meine Stimmlage beim Sprechen kann in bestimmter Weise beeinflussen!

In der Chaostheorie, darüber habe ich mal einen schönen Bericht im Fernsehen gesehen, ist man durch intensive Forschung in der Wetterkunde zu dem erstaunlichen Ergebnis gekommen, dass schon der Flügelschlag eines Schmetterlings das Wetter beeinflussen und damit auch ändern kann! Deshalb ist letztlich ALLES und JEDER wichtig. Damit möchte ich sagen, dass zum einen Beeinflussung gar nicht verhindert werden kann und zum anderen, dass gerade bei Hypnose alles bestens bedacht sein will, wenn ein bestimmtes Ergebnis dabei rauskommen soll.

Außerdem zeigt der Begriff der Beeinflussung deutlicher die Spannweite von Hypnose: Sie ist von ihrer sanftesten bis zur massivsten Form hin kontinuierlich ansteigend intensiv und beginnt nicht erst mit einem schlafähnlichen Zustand oder Somnambulismus! So ist jeder auch dazu aufgefordert, falsches Denken bei Hypnose zu überwinden und zu akzeptieren, dass Hypnose trotz allem auch Sicherheit und Selbst-Kontrolle bieten kann. Bekommt der Hypnotiseur einen Auftrag, schließt das eine Mitarbeit des Auftraggebers gewöhnlich mit ein. Es handelt sich schließlich um innerkörperliche Vorgänge, zu deren Beeinflussung der Hypnotiseur Vorschläge macht, die aber nur und ausschließlich vom Klienten zugelassen (und evtl. aktiv unterstützt) zur Wirkung kommen können. Hier ist die Macht des Hypnotiseurs zu Ende und der Klient frei. Diesen Umstand muss der Klient nur wissen, sich also dessen bewusst sein. Zu diesem Wissen sollte der Hypnotiseur dem Klienten durch Erklärungen und Übungen verhelfen. So lernt der Klient darauf zu vertrauen, dass er immer die Selbstkontrolle behalten kann, ggf. sogar durch sein Unbewusstes.

Darüber und auch über das Thema Showhypnose im nächsten Text! Über Kommentare oder Fragen freue ich mich!

29.06.07

Alltagstrance als Mini-Regeneration

Wie von mir schon hier und da angedeutet, nehme ich an, dass die spontane Alltagstrance von der Natur aus guten Gründen eingerichtet wurde. Allerdings ist sie schwer zu fassen, denn sie tritt meist unvorhergesehen auf und ist oft von kürzerer, doch unterschiedlicher Dauer. Dabei können die Inhalte völlig zufällig, also beliebig sein. Lediglich das äußere Erscheinungsbild von in Alltagstrance befindlichen Menschen ähnelt sich: da verharren die Betroffenen plötzlich in irgendeiner, meist entspannten Haltung, die Augenlider bewegen sich kaum, die Augen sind in weite Ferne gerichtet, also defokussiert, die Gesichtszüge sind entspannt und glatt und die Atmung geht meist langsam und tief.

Dieser Zustand ist kein Zeichen von Schlafmangel, sondern ein Zeichen von dem Bedürfnis, wenigstens einmal einen Moment lang ganz "abschalten" zu können. Da dieses Bedürfnis zwar da ist, aber noch nicht derart dringend ist, dass es mit Nachdruck auch bewusst würde, bleibt es unerkannt und folglich unbewusst. Und, obwohl man diesen Umstand gerne ehr als Bagatelle abtun möchte, ist es unserem Unbewussten doch wichtig genug, da in Kürze Abhilfe schaffen zu wollen!

Die eigentlichen Gründe kann ich nur vermuten: Vielleicht können sich unsere Sinne nach so einer kurzen Auszeit wieder besser auf die äußeren Gegebenheiten einstellen oder irgendwelchen zu hohen oder zu niedrigen Potentialen soll dadurch die Spitze genommen werden. Es muss aber eine Art innerer Selbstschutz sein, der dann am besten funktioniert, wenn er von einem "minimal-energetischen Körperzustand", wie ich es nennen möchte, begleitet wird. Vermutlich können dann Körper, Geist und Seele besser miteinander in Beziehung und Ausgleich treten?

Wenn ich Menschen in meiner Umgebung auf dieses Thema angesprochen habe, schien ihnen dieses Geschehen nicht erwähnenswert. Meine Beobachtungen kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass Alltagstrance viel häufiger passiert, als allgemein angenommen wird.

26.06.07

Über Aufmerksamkeit, Moskitos und Bremsen

Allgemein werden Blut saugende Insekten wie Moskitos (Stechmücken) und Bremsen als höchst lästige und teilweise gesundheitsschädliche Lebewesen angesehen. Meist bemerkt man diese Plagegeister erst, wenn man von ihnen angezapft, also gestochen wurde. Um sie davon möglichst frühzeitig abhalten zu können, schlagen die meisten Menschen sofort nach ihnen, wenn sie diese Tierchen kommen sehen. Treffen allerdings lassen sie sich selten. Ich war da eigentlich auch keine Ausnahme, bis ich durch reine Neugier dazu verleitet wurde, einmal genauer hinzusehen. Dabei passierte Folgendes:

Eines Abends saß ich im kurzärmeligen T-Shirt an einem kleinen Tisch im Lichtkegel einer Lampe und las. Es war warm und ich schwitzte. Schon bald bekam ich Besuch von einer Mücke, die unaufhörlich versuchte, auf einem meiner Arme zu landen. Irgendwann gab ich auf und lies die Landung zu. In dem hellen Lichtschein konnte ich nun beobachten, wie die Mücke ganz sanft mit ihren supergefederten Beinen aufsetzte und eine kurze Zeit an gleicher Stelle reglos verharrte. Nachdem von ihr keine Einwände meinerseits bemerkt wurden, bewegte sich die Mücke an ihrem Platz ein wenig hin und her, als suche sie eine geeignete Stelle für ihr Vorhaben. Dann endlich beugte sie sich mit ihrem Oberkörper nach unten und setzte zum Stich an. Instinktiv hatte ich aber genau in diesem Moment meine andere Hand in Position gebracht und den Blutsauger einfach weggeschnippt.
Was mich danach besonders gewundert hatte war, dass die Mücke meine Hand überhaupt nicht beachtet hatte oder nicht beachten konnte. Natürlich ging ich zunächst davon aus, dass ich einfach nur Glück gehabt hatte, aber nach inzwischen acht solcher Beobachtungen, die sich alle gleichen, denke ich anders darüber. Meines Erachtens haben Mücken auch nur eine begrenzte Aufmerksamkeit, die beim Ansetzen zum Stich voll in Anspruch genommen ist! Gleiches habe ich auch bei Bremsen erfahren, nur suchen die nicht lange nach der geeigneten Stelle, sondern arbeiten einfach da, wo sie gerade gelandet sind. Aber auch die „ warten“ erst einen Moment, vielleicht sind das sogar innere Umstellungsprobleme?
 
Übrigens: Stubenfliegen funktionieren anders, sind ja auch keine Blutsauger. Weiß jemand, wie die in solchen Fällen zu kriegen sind?

22.06.07

Thesen zu Hypnose, zum Bewusstsein und Unbewussten

Unbewusstes und Bewusstsein sind ein Ganzes. Dabei stelle ich mir vor, dass das Bewusstsein ein kleineres, nach allen Seiten hin begrenztes Gebiet ist, welches nur einseitig, d.h. vom Unbewussten her, durchlässig zu sein scheint. Dieser Umstand erweckt den Eindruck, dass das Unbewusste „der BOSS“ ist, die unumschränkte Basis.

Das Unbewusste ist von seiner Anlage her grenzenlos. Es bildet im einzelnen Menschen ein individuelles Persönlichkeits-Muster durch Schwerpunktbildungen und Querverbindungen, wobei gewisse Faktoren eine Rolle spielen können, wie z.B. erbliche Dispositionen, seelische Vorgaben und Erfahrungen. Es hat seine eigene Intelligenz, die logischen oder unlogischen Interessen folgen kann. Das Unbewusste reguliert bekanntermaßen alle lebenswichtigen Körperabläufe, m.E. aber auch das Bewusstsein und alle damit zusammenhängenden Abläufe, Aktionen etc. Letzteres kann auch durch gewährte Freiräume geschehen, in denen tatsächlich bewusste und „eigenverantwortliche“ Entscheidungen möglich sind, allerdings auch nur entsprechend der Ausgestaltung des Bewusstseins. So ist das Bewusstsein mit Übung sogar in der Lage, aus seinem Freiraum heraus da aktiv zu werden, wo sonst das Unbewusste die Leitung hat (z.B. bewusstes Träumen, Selbststeuerung in Trance oder Beeinflussung „autonomer“ Körperabläufe durch Meditation). Naturgemäß greift das Unbewusste allerdings auch gerne unbemerkt ein. Diese These kann ein bisschen unangenehm sein und Unsicherheit produzieren, wissenschaftlich gewiss unerfreulich, weil es dadurch schwer festleg- und reproduzierbar ist. Hinzu kommt, dass offensichtlich verschiedene Energien im menschlichen Körper zirkulieren, um die Basis für das Leben bereitzustellen. Hierzu braucht man nur auf das System der Traditionell-Chinesischen-Medizin schauen, welches jahrtausend alte Beobachtungen und Erfahrungen in sich birgt und mehrere Energien unterscheidet. Davon dürfte die Akupunktur die im Westen z.Zt. bekannteste Energie lenkende Methode sein. Bemerkenswert finde ich dabei, dass viele Energiebahn-Punkte gleichzeitig den Körper, die Psyche und das Bewusstsein beeinflussen!
Dies lässt mich behaupten, dass über die jeweils aktuell zur Verfügung stehende Energiemenge auch die Intensität des Bewusstseins beeinflusst werden kann. Nach alledem bin ich davon überzeugt, das jede Hypnose-Induktion vom Unbewussten beurteilt und nach dessen Belieben beantwortet wird, indem es entweder Trance zulässt, oder sogar ohne Trance tief greifende Reaktionen veranlasst. Ich habe schon mehrfach erfahren, aber auch andere, dass bei einigen Induktionen etwas Seltsames, schwer in Worte zu Fassendes „in Bewegung“kam, ohne jedoch eine Trance aufgebaut zu haben.

Das Bewusstsein ist nach allen Seiten hin begrenzt und stellt in seiner Art u.A. einen logisch-rationalen Filter dar, welcher mit einer begrenzten Geschwindigkeit und Genauigkeit arbeitet. Das Bewusstsein entsteht m.E. dadurch, dass dem ICH ein "Spiegel“ vorgehalten wird und ständig eine innere Stimme bestätigt, was gerade im Moment passiert. Letzteres ist als „Innerer Dialog“ bekannt. Nebenbei gesagt kann dieser Innere Dialog auch Informationen aller unserer Sinne transportieren. Ferner halte ich es für dynamisch und flexibel. Gleichzeitig bilden diese Vorgänge einen „Schutzwall“ gegen das Unbewusste, gewissermaßen bei ständiger Erneuerung dieser Grenze, um besser über sich selbst klar zu werden. Seine Methode der logisch-rationalen Organisation und Beurteilung stellt auch eine Form von Selbsterhaltung und Abgrenzung gegenüber dem Intuitiv-Unbegrenzten des Unbewussten dar. Der Innere Dialog ist ebenfalls dynamisch und flexibel und kann durch äußere Geschehen ersetzt werden, d.h. anderes kann an seine Stelle treten und Wirkungen auslösen. Genau dies scheint im Falle der Hypnose zu passieren. Der Umstand, dass Sympathie, Vertrauen, Freundlichkeit, ja sogar Schmeicheleien gut dabei ankommen, zeigt allerdings, weil es sich hier um Gefühls ansprechende Vorgänge handelt, dass dabei das Unbewusste anvisiert wird. Darin sehe ich einen Beweis, dass der innere Dialog vom Unbewussten bereitgestellt wird!

Das Werkzeug des Bewusstseins ist die Aufmerksamkeit. Sie ist sehr flexibel und ein Teil des Inneren Dialogs. Sie richtet sich nach Notwendigkeit, Interesse, Wille, Vertrauen und Neigung (etc.). Weil sie wie ein Vergrößerungsglas wirkt, ist sie noch beschränkter als das Bewusstsein, gleichzeitig aber genauer. Die Aufmerksamkeit ist der Schlüssel zum Bewusstsein des Menschen und seines Unbewussten. Deshalb richten sich darauf auch alle Methoden von Meditationen und anderen Selbstfindungs-Methoden aus. In der Hypnose wird die beste Wirkung dann erzielt, wenn die Aufmerksamkeit vollständig eingebunden wird. Im Alltag ist die Aufmerksamkeit meistens auf verschiedene Objekte gleichzeitig ausgerichtet. Wenn man sich hingegen äußerer Einflüsse erwehren will, ist die Aufmerksamkeit zwar reduziert, aber noch vorhanden. Dies würde erklären, warum auch schlechte Einflüsse Wirkungen erzielen (Traumata etc.).

Hypnose und Meditation nehmen zwischen Bewusstsein und Unbewussten eine Zwischenposition ein. Die Meditation bewirkt durch bestimmte Techniken die Aufhebung des schützenden und trennenden Logik-Walls. Dadurch geht das Bewusstsein jedoch nicht verloren, sondern es tritt eine Einbettung und Verschmelzung mit dem Unbewussten ein. Meditation wird durch eine mäßig intensive Trance vorangetrieben, wobei das Bewusstsein auf ein Minimum reduziert wird. In der Hypnose dagegen kann das Bewusstsein ganz aufgehoben werden, was bei Selbsthypnose die bekannten Schwierigkeiten auslöst.

Ich würde mich über Rückmeldung sehr freuen. Schreiben Sie doch einfach Ihre Meinung als Kommentar.
 

20.06.07

Gelesene Hypnose

Gut geschriebene Bücher, etwa Romane, Reiseberichte oder auch Gedichte, können Millionenauflagen erreichen. Und dass, obwohl wir im Informationszeitalter und in einer Zeit der nie gekannten elektronischen Informationsübermittlung leben. Wie
passt das zusammen?

Meines Erachtens haben Bücher ein paar Vorteile, die kein anderes Medium hat: Nicht umsonst sagt man: “Papier ist geduldig“ - soll heißen, man kann ein Buch z.B. bequem überall mit hinnehmen, kann es jederzeit zu lesen beginnen oder aufhören, kann Bemerkungen rein schreiben, und zwar da, wo sie hingehören, kann (ganz übel!) Seiten rausreißen, ist nicht auf Strom angewiesen, sodass heimliches Lesen verbotener Texte wirklich eher heimlich passieren kann und die Informationsaufnahme ist nicht an Sendezeiten, Sender o.ä. gebunden. Das Wichtigste aber ist, wie mir scheint, dass Bücher dazu einladen, immer wieder mal reinzuschauen, „vorbei zusehen“ wie bei einem guten Freund.

Dadurch, und nur dadurch, können sich die Inhalte entfalten und zur Wirkung kommen! Und das bedeutet, man kann sich bis in die letzten Winkel des Buches hineinbegeben, es genussvoll er-leben und durch-leben und fürs Leben bereichert das Buch eines Tages weglegen. Auf diese Art, möchte ich behaupten, wirkt kein anderes Informationsmedium, auch kein Film, denn dazu müsste man ihn anhalten und in jeder beliebigen Szene ausleben können. Aber vielleicht kommt dass ja noch durch holografische Filme (wenn das überhaupt möglich ist)?

Gute Bücher sind ganz sicher gelesene Hypnose, die einen jederzeit nach Wunsch aus dem (tristen?) Alltag in eine andere, konkret ausgestaltete Welt hineinbringt. Diese andere Welt findet im Leser statt, nicht vor dem Leser, wie beim Film und Fernsehen.

Ist es Ihnen auch schon so gegangen? Welches Buch ließ Sie eine andere Welt entdecken?

18.06.07

Realität und Hypnose

Jeder Mensch lebt in seiner Realität, also gibt es so viele Realitäten, wie es Menschen gibt. Und Menschen leben auch immer wieder in hypnotischen Welten, sodass auch hypnotische Wirklichkeiten Realität sein können - wie die Hypnose an sich beweist.

17.06.07

Den eigenen Selbstwert steigern

Wie ich hier und da im Blog schon habe anklingen lassen, richtet sich die Reaktion Ihrer Umwelt danach, was Sie von sich selbst halten. Anders ausgedrückt: Ihre Umwelt zeigt Ihnen durch die Reaktionen auf Sie, welchen Selbstwert Sie sich selber einräumen. Ihre Mitmenschen folgen in dieser Hinsicht also ihrem eigenen, inneren Beispiel. Dass dies keine leeren Worte sind, kann jeder Leser leicht testen, indem er seinen Selbstwert feststellt und zum Optimalen hin verändert.

Wie macht man das? Es geht ganz einfach:
Stellen Sie sich innerlich dazu eine Skala vor (evtl. mit geschlossenen Augen), die z.B. von 0 bis 100 Prozent in kleinen Schritten geht. Bitten Sie vertrauensvoll nach innen um einen deutlichen Hinweis, wo ihr momentaner Selbstwert sich befindet. Was sie dann wahrnehmen können, ist ihr momentaner Selbstwert, der aber vermutlich schon länger besteht. Nur Sie wussten es bis jetzt nicht. Und nun, wenn dieser Wert noch nicht bei 100 Prozent steht, vertrauen Sie sich wiederum und sagen Sie nach innen, dass nun der Selbstwert auf 100 Prozent angehoben werden soll. Um diese Veränderung vollständig erfahren zu können, sollten Sie sich nach innen ganz öffnen und den Auswirkungen ganz nachempfinden. Sie werden feststellen, dass da ein wohltuender Unterschied ist.
 
Jetzt, wo ihr Selbstwert Ihnen viel besser zugänglich ist, sollten Sie immer wieder durch gelegentliche Tests dafür sorgen, dass er möglichst oft auf 100 Prozent steht. Gerade auch bei schwierigen Lebenssituationen! Denn Ihren Selbstwert können sie völlig unabhängig von allem Äußerem „oben“ halten! Das bringt Ihnen Gelassenheit und Kraft, das ganze Leben.

Übrigens, mit diesem Vorgehen wenden Sie Hypnose im Alltag an.
 

12.06.07

Ist Trance für Hypnose notwendig?

Ich bin jedes Mal überrascht, wie wertvoll doch ein Gespräch sein kann. So war ich gestern, am 11.06.07, in eben ein solches Gespräch mit meiner Tochter Anna (19) vertieft. Sie stand mir häufig bei Problemfragen und Hypnose-Sitzungen hilfreich zur Seite, so hat auch sie einen guten Wissensstand, was Hypnose und Trance angeht.

Unser Gespräch entwickelte sich dahin, dass Anna interessiert fragte: „Was genau machst du eigentlich, dass ich allein durch Sprache in Hypnose versetzt werde? Mach mal ein Beispiel.“ Da wir gemütlich am Wohnzimmertisch saßen und es bereits in die Abendstunden ging, hatte meine Tochter einen Teller mit Essen vor sich stehen und auch ein Glas Saft. „Ich weiß, dass bestimmte Elemente beachtet werden müssen, um so eine Wirkung auszulösen.“, meinte ich. „Ich zeig´s dir mal.“

„Ein wichtiger Punkt ist deine Aufmerksamkeit. Die muss gefangen und auf mich ausgerichtet werden. Am Besten geht das, wenn du das, was der andere gerade macht, mit eigenen Worten wiedergibst. Zum Beispiel bei dir wäre es jetzt so, dass du ja gerade am Tisch auf einem Stuhl sitzt, einen Teller voller Essen vor dir hast und jetzt gerade mit der Gabel etwas davon zum Mund führst.“ – Anna lächelt und schaut mich an – „Das ist die berühmte Ja-Haltung. Wenn ich mehrere Punkte aufgezählt habe, die du innerlich bestätigen konntest, dann wirst du automatisch aufmerksamer und offener. Ich kann auch noch weiter gehen und behaupten, dass du selbst beim Essen alles, was ich sage, genau mitbekommst.“ – Anna nickte mit einem breiten Grinsen – „Und jetzt möchte ich, dass du nur noch meine Stimme hören kannst und alles andere unwichtig ist.“ – Anna kann nicht mehr essen und windet sich auf dem Stuhl, ausgelöst durch ein intensives Wohlgefühl.

Hinterher befragte ich meine Tochter nach ihren Gefühlen, die sie dabei empfunden hatte. Ich war selbst sehr interessiert, da dies keine Trance gewesen war (sonst hätte Anna nicht so aktiv reagiert, gelächelt, mit mir normal weiter gesprochen und gegessen). Sie selber hatte den Eindruck, dass durch die anfängliche „Bestätigung“ ihres Handelns eine ungeahnte Freude in ihr aufstieg. So sei auch ihre eigene Aufmerksamkeit näher an das Geschehen heran gerückt. Und diese ungewöhnliche Nähe löste bei ihr sehr intensive und eigenartige Gefühle aus, die für sie schlecht zu beschreiben waren. Allerdings betonte sie mehrmals, dass sie aus eigener Erfahrung meinen könnte, in keiner Trance gewesen zu sein – ihr Bewusstsein war klar und wach. Bei der Lenkung ihrer Aufmerksamkeit auf meine Stimme schließlich kam ein völlig neues Phänomen zutage: Anna fühlte, wie „etwas Dumpfes, Ruhiges oder Warmes“ sich plötzlich in ihr bewegte und ruckartig sich in die Richtung meiner Stimme ausrichtete, begleitet von dem Gefühl kindlicher Vorfreude und reinem Interesse.

Auch nach ersten Überlegungen bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass ein hypnotischer Zustand nicht zwingend an eine Trance gebunden ist. Reine Hypnose bezieht sich viel eher auf das Thema Aufmerksamkeit, wohingegen eine Trance eher auf Entspannung und Tiefe abzielt. Auch das parallele Auftreten von Bewusstsein und Unbewusstem beweist, dass für eine gelungene Hypnose das Bewusstsein nicht zur Seite gedrängt, oder das Unbewusste „ausgegraben“ werden muss.

Selbstverständlich ist auch hier die Forschung noch längst nicht abgeschlossen! Ich sehe hier auch wichtige Verbindungen zum „inneren Dialog“. Später mehr davon.

10.06.07

Raub mit hypnotischem Trick?

Wie am vergangenen Freitag (08.06.07) auf diepresse.com gemeldet wurde, soll am Abend zuvor eine Kioskbesitzerin von einer Frau mit Kind hypnotisiert und anschließend beraubt worden sein. Der Artikel kann hier nachgelesen werden.

Der Fall ist interessant und ziemlich ungewöhnlich:
Sicherlich wirkte die äußere Situation so harmlos, dass die Betroffene weder an Hypnose dachte, noch an einen Raubüberfall. Das Opfer ließ sich auf ein gewöhnliches Gespräch ein und bemerkte natürlich nicht die suggestiven Elemente in den Worten. Damit die hypnotische Wirkung voll zum Tragen kommen konnte, mag das Gespräch sicher länger verlaufen sein. Ob am Ende tatsächlich noch ein grüner Faden mit geheimnisvollen Knoten nötig war, oder ob das nicht bereits eine positive Halluzination war, kann ich nur vermuten.

Professionell war die ganze Aktion dennoch nicht, da die Beraubte sich sowohl an die Frau mit Kind, das Gespräch, als auch an den Faden erinnern konnte. Daher erscheint mir dieser Vorfall etwas merkwürdig bzw. unglaubwürdig, dennoch wäre dies dann ein klarer Missbrauch der Hypnose!
 
Im Übrigen, nach Meinung von Milton H. Erickson (siehe Gesammelte Schriften, Bd. 2 ), ist ein Verlust oder eine Beschädigung von Privateigentum besonders unter Hypnose nicht möglich. In Trance reagiert das Unbewusste besonders empfindlich und mit hoher moralischer Integrität auf emotional verknüpfte Objekte und lässt daher keinerlei Beschädigung oder Entwendung des Eigentums zu! 

09.06.07

Spiegel-Geschichte Nr. 5: Hypnose in der Post

Gerade eben stand ich noch in der Warteschlange der Poststelle, vor mir eine junge Frau mit etwa vierjähriger Tochter. Das Kind ist nach einiger Zeit unruhig und quengelig. Die Mutter ermahnt es zweimal leicht gereizt mit den Worten: „Hör auf!“

Das Kind hörte jedoch nicht mit dem Quengeln auf, daraufhin schnappt sich die Mutter entnervt ihr Kind, hebt es ganz nah an ihr Gesicht und sagt dem Kind mit drohendem Unterton: „Hör genau zu! Mama wird immer größer und stärker sein wie du! Hast du verstanden?! Mama wird immer größer und stärker sein wie du! Und jetzt ist Ruhe!“

Dann stellte die junge Frau das Kind wieder auf die Erde – wobei das Kind eine ganze Zeit lang wie gelähmt und stumm einfach nur dastand.

08.06.07

Hypnose mal ganz anders - Massage

Hypnose und Selbsthypnose werden fast ausschließlich als einzelne Gebiete angeboten oder praktiziert. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, Hypnose mit anderen Gebieten nutzbringend zu verbinden! Eine dieser interessanten Verbindungen bildet meine Forschungsarbeit der HME. Ich habe ein System gefunden, mit dem es möglich ist, Massagetechnik effektiv mit Hypnose zu verflechten, sodass eine größere Heilwirkung der Massage und lang anhaltende Entspannung erzielt wird. Ich nenne es die Hypnotische Massage-Erweiterung (HME).

Bei Interesse darf ich Sie auf die Leseprobe im Specials-Bereich aufmerksam machen, unter der Kategorie "Hypnose und Massage ". Wenn Sie die gesamte Textversion gerne für sich selber zum Lesen möchten, so können Sie sie hier als pdf-Datei herunterladen.

05.06.07

Hypnose und Vertrauen

Eines der wichtigsten Elemente in der Hypnose ist das Vertrauen. Es kommt in den verschiedensten Ausrichtungen vor, z. B. das Vertrauen des Klienten zum Hypnotiseur, das Vertrauen des Hypnotiseurs zum Klienten, das jeweilige Vertrauen zu sich selber, das Vertrauen auf den Erfolg u.s.w.! Vertrauen haben, Vertrauen wollen, ist eine innere Haltung oder Bewegung, die aus dem üblichen, sicheren Rahmen hinaus deutet und das ist oft das Problem. Sicherheit und Vertrauen scheinen sich gegenseitig auszuschließen.

Ursache ist: Sicherheit kommt eher aus dem logisch-willentlichen Bereich, Vertrauen ist mehr dem Intuitiven zugehörig. Deshalb ist einem logisch orientierten Menschen jede intuitiv begründete Entscheidung verdächtig und nicht akzeptabel. Und deshalb haben einige Menschen regelrecht Bauchweh bei streng logischen Entscheidungen. Wenn ich daran denke, wie ich mir den Vorgang „Vertrauen entwickeln“ vorstelle, bekomme ich den Eindruck, dass mein ICH reduziert werden soll, bis mein ES (= mein Unbewusstes) statt des ICH im Vordergrund agiert.
Die anderen Varianten wären, mein ES einfach die Position mit dem ICH tauschen zu lassen oder das ES entsprechend größer werden zu lassen. Dabei habe ich aber irgendwie den Eindruck, dass die Reduzierung des ICH die einfachste Möglichkeit sein müsste. Um also Vertrauen entwickeln zu können, soll mein ICH in den Hintergrund treten und mein Unbewusstes an seine Stelle gehen. Dieser Vorgang ist sehr interessant, weil das genau der gleiche Vorgang ist, wie wenn Hypnose induziert wird! Somit sind m. E. Vertrauen und Hypnose deckungsgleich, zumindest teilweise! Und wenn das richtig ist, dann ist das auch ein Beweis für meine Behauptung, dass im menschlichen Leben sehr viel mehr Hypnose/Trance passiert, als uns im Allgemeinen bewusst ist. Vertrauen ist dabei für mich eine eher passive, offen bejahende und Raum gebende, innere Haltung, wobei Hypnose darüber hinaus noch bestimmte Verhaltensweisen und Ziele aktiv anstrebt. Außerdem stellt das Vertrauen noch etwas Besonderes zur Verfügung, nämlich das FÜR-MÖGLICH-HALTEN eines bestimmten Erfolges, seines Eintreffens in der menschlichen Wirklichkeit (letzteres meine ich, wenn ich von „Raum gebend“ spreche).

Fazit: Alles in Allem bin ich der Überzeugung, dass willentlich-logische Strukturen nur auf der Basis einer intuitiv-raumgebenden Grundhaltung möglich sind, auch wenn dies den logisch orientierten Menschen eher nicht bewusst ist und deshalb sicher nicht akzeptabel erscheint.

01.06.07

Esoterisches zur Hypnose

Vor vier Tagen habe ich das I-Ging befragt, was denn ursächlich bei Hypnose passiert. Die Antwort bzw. was ich da herausgelesen habe, möchte ich hiermit gerne zur Diskussion stellen, auch wenn dies keine wissenschaftliche Aussage ist:
 
Hier wirkt das große schöpferische Prinzip über das Selbst (Unbewusste) in das menschliche Leben hinein. Vorraussetzung ist dabei aber, dass der betroffene Mensch Unvoreingenommenheit und Bescheidenheit im Herzen trägt.
 
Genau genommen erklären diese Worte zwar nicht exakt was den Hypnosezustand ausmacht, aber immerhin zeigen die Worte, dass dadurch Verbindungen im Sinne des schöpferischen Prinzips, über den einzelnen Menschen, auch in den Kosmos hinaus, zur Wirkung kommen.
Ob dadurch der Trancezustand erst entsteht, oder ob der Trancezustand nicht doch Vorraussetzung ist, dass das schöpferische Prinzip überhaupt erst zur Wirkung kommen kann möchte ich im Moment nicht bewerten. Wenn meine Leser daran anknüpfend etwas sagen möchten, bitte ich um ein Kommentar.

30.05.07

Gestresst? Erfinden Sie sich doch neu!

Wenn wir mehr Erfolg und Wohlgefühl in unser Leben bringen wollen, also Stress und Panik abstreifen wollen, können wir verschiedene Wege gehen. Ein Weg ist, sich nach und nach selbst zu erneuern. Im Hintergrund spielen dabei Elemente eine wichtige Rolle, wie etwa: Aufmerksamkeit, Selbstbewusstsein, Mut, Fantasie, Vertrauen, Lebensfreude, aber auch an sich eher negative Begriffe wie Angst, Verzweiflung, Ausweglosigkeit, Trauer usw. Wie dieses Sich-Erneuern praktisch durchgeführt werden kann, will ich im Folgenden darstellen:

1. Stellen Sie sich morgens (evtl. auch abends) vor einen großen Spiegel, schauen Sie sich in aller Ruhe genau an und fragen Sie sich, was für eine Person oder Persönlichkeit Sie da wohl vor sich haben .Finden Sie eine möglichst neutrale Antwort.

2. Danach fragen Sie sich, was für eine Person Sie gerne sein möchten und wie dazu dann Ihre Ausstrahlung auf ihre Mitmenschen sein und wirken sollte.

3. Ist auch das geklärt, beginnen Sie sich von Innen heraus in die Wunsch-Person zu verwandeln. Halten Sie diese Verwandlung einfach für möglich, vertrauen Sie darauf, dass Sie intuitiv „wissen“ was zu tun ist .Vielleicht fühlen Sie, beginnend im Bereich des Solarplexus, eine angenehme Veränderung, die sich allmählich mehr und mehr auf Ihren ganzen Körper ausbreitet, bis Sie mit allen Sinnen die Veränderung wahrnehmen und unterstützen können. Und dann beginnen Sie eine Persönlichkeit auszustrahlen, die all das beinhaltet, was Sie schon immer beinhalten sollte. Nur, Sie hatten sich vermutlich nie ernsthaft Gedanken darüber gemacht. Lächeln Sie sich dabei selbst im Spiegel zu und denken sich dabei: „ Ja, das bin ich!“

4. Verfahren Sie so lange auf diese Art, bis Sie zufrieden mit sich sein können. Abrunden sollten Sie dann noch einen Satz anfügen, wie in etwa der folgende: „Ich weiß ganz sicher, dass alles, was mir heute geschieht, nur von Vorteil für mich ist!“

Zum Schluss möchte ich nochmals betonen, dass ihre Umwelt, ihre Mitmenschen, von ihrer neuen Person umso mehr überzeugt sind, je mehr Sie selber davon überzeugt sind. Und geben Sie der Umwelt genügend Zeit, sich auf die Veränderung einzustellen! Später können Sie dann an der Umwelt ablesen, wo Sie noch nachbessern müssen usw.

PS: Ich bin in manchen Textstellen bewusst ungenau geblieben, um dem Leser Spielraum für eigene Vorstellungen zu lassen.

18.05.07

Spiegel-Geschichte Nr.4

Ein guter Bekannter, nennen wir ihn einfach mal Frank, erzählte mir eine wichtige Begebenheit aus seinem Leben:
 
Als Achtzehn-Jähriger bastelte er gerne an Autos herum und entwickelte dabei soviel Geschick, dass ihn Verwandte sogar baten, ihre Autos gegen Bezahlung zu reparieren. Eines Tages sollte er die verbeulte Hecktür von einem Opel-Caravan austauschen. Um eine möglichst preiswerte Tür zu bekommen, fuhr er zum nächsten Händler für gebrauchte Autoteile. Der Händler hatte ein passendes Teil da, jedoch war es noch nicht abgebaut, sodass Frank aufgefordert wurde, sich das Teil selbst abzumontieren. Also nahm er das passende Werkzeug in die Hand und begann mit der Arbeit.
Frank hatte jedoch nicht bemerkt, dass eines der stark gefederten Halte-Eisen sich verklemmt hatte und unter größter Spannung stand. Als er die Tür ganz losgeschraubt hatte, löste sich dieses Halte-Eisen schlagartig und fuhr um Haaresbreite vor seinem Gesicht nach oben. Ganz erschrocken stand er mindestens zehn Minuten mit weichen Knien da und sagte sich immer wieder, dass er nur sehr knapp einer tödlichen Verletzung entkommen war.
 
Dieses Erlebnis und seine Interpretation des Geschehenen behielt er die nächsten 30 Jahre in Erinnerung. Das prägte auch sein Leben. Später dann begegnete er auf einem kleinen Familienfest einem Freund und dessen Verlobte. Zu diesem Zeitpunkt wusste er nicht, dass diese Verlobte sensitiv ist. Auf jeden Fall kamen sie in ein längeres Gespräch, indem er u.a. auch von diesem Erlebnis erzählte und wieder betonte, dass er damals nur knapp dem Tode entkommen sei. Darauf meinte die Verlobte nur: "Aber das sollte dir doch eigentlich nur zeigen, dass du beschützt bist." Frank war sprachlos.

17.05.07

Bewusster sprechen

Vor ein paar Tagen fragte ich eine Schwägerin telefonisch, ob sie mir ein bestimmtes Buch ausleihen könne. Sie stimmte zu und wollte mir das Buch vor ihre Wohnungstür legen, weil sie zur vereinbarten Zeit nicht da sein würde. Zum Schluss unseres Gespräches sprach ich nochmals in den Hörer: „Und vergiss nicht, mir das Buch rauszulegen!“ - Sie vergaß es.
Ursache ist die inzwischen bekannte Tatsache, dass unsere Sprach-Auffassung nur positiv Formuliertes zur Auswertung annimmt. Das bedeutet, Formulierungen wie „nicht/kein/nie“ etc. werden beim Sprachverstehen nicht beachtet. Meine vorherige Botschaft lautete für meine Schwägerin deshalb so: „Und vergiss, mir das Buch rauszulegen!“ Diesen Gefallen hat sie mir dann ja auch getan.
Inzwischen bin ich auch mal wieder durch den Stuttgarter Flughafen gegangen und hörte erstaunt folgende Durchsage: „Bitte lassen Sie Ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt!“ Daraufhin habe ich auf schriftlichem Wege versucht, die Geschäftsleitung über die möglichen Folgen aufzuklären, denn der Satz kommt bei den Fluggästen ja anders an, als gemeint. Leider ist diese Durchsage bis heute zu hören.
Ähnlich verhält es sich mit anderen alltäglichen Aussagen, vor allem gegenüber Kindern: „Fall nicht / Komm nicht zu spät / Und dass du mir so was nicht noch einmal machst“. Da ein Kind (oder auch ein Erwachsener) Verbote besonders im Gedächtnis behält, da sie einen stark emotionalen Hintergrund haben, werden die Verbote vom Gehirn und Unterbewusstsein sehr ernst genommen, jedoch ohne Negation.
Genau dasselbe können Sie im Buch von John Grinder und Richard Bandler "Therapie in Trance " nachlesen.

16.05.07

Hypnotischer Selbst-Test

Der folgende Text soll dem Leser einen Eindruck davon geben, dass Text nicht gleich Text ist und es sehr wohl etwas auslösen kann, wenn man diese und nicht andere Worte wählt oder gar mit hypnotischen Absichten verbindet. Durch seine Eigenartigkeit lässt der Text scheinbar Neues in uns wahrnehmen und uns dadurch vielleicht offen für die Vorstellung werden, dass unser POTENTIAL mehr ist, als wir bisher zu wissen glaubten. Hier ein "hypnotischer Versuchstext":

Während ich jetzt hier diesen Text auf dem Bildschirm lese und meine Augen der Textlinie folgen, denke ich über die Bedeutung der gesehenen Worte nach und empfinde deutlich das Echo von dem in mir, was die Worte ausdrücken. Dabei habe ich eine Zeit lang meinen Körper ganz vergessen und wie sich meine Füße anfühlen. Es kommt mir so vor, als sei ich ein Spiegel meiner selbst und meiner Umwelt zugleich. Dabei weiß ich, dass mir dieser Gedanke auch die Möglichkeit eröffnet, in diesem Augenblick, und auch jenseits meines Bewusstseins, wirklich etwas Gutes für mich selbst geschehen zu lassen, was mich dann sehr glücklich macht.

Was meinen Sie, welche Wirkung hatte der Text auf Sie?

11.05.07

Gewohnheiten verändern

Offensichtlich sind Gewohnheiten energetisch und zeitlich von großem Vorteil für uns. Nachteilig ist allerdings, dass sie nur sehr widerwillig auf Änderungsversuche reagieren, vor allem die negativen Gewohnheiten. Das hat seinen Grund darin, dass eine negative Entwicklungsspirale nach innen gerichtet ist .

Insgesamt lassen sich Gewohnheiten dann am Leichtesten verändern, wenn die neue Gewohnheit deutliche Vorteile gegenüber der alten bietet. Eine der m.E. wichtigsten Gewohnheiten ist die Art der Lebensanschauung, wie der einzelne Mensch die ihm begegnenden Ereignisse und Situationen grundsätzlich anschaut und bewertet. So trifft man Menschen, die das Leben als Last empfinden, als dauernden Kampf einstufen oder als Möglichkeit sehen, ihr "NEIN" zu Allem auszudrücken .Aber da sind auch andere, die gerne leben, die das Leben als Chance sehen sich zu verwirklichen, für andere da zu sein.

Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass alle Lebensereignisse gute und schlechte Anteile in sich tragen, also immer positiv und negativ IN EINEM sind! Wir aber wollen nur das Schöne, Positive! Kommt dann doch erkennbar Negatives mit, bewerten wir das meist über und ziehen das Positive gleich mit in den Abgrund.
Mein Vorschlag,: Denken Sie das Ganze durch, bis es "klick" macht oder schreiben Sie sich die Vorteile auf, z.B. ab sofort positiv zu denken und zu leben und suchen Sie ab sofort pausenlos in ihrem Leben nach POSITIVEM. Dann klappt es mit Sicherheit!
 
PS: Bitte entschuldigen Sie die spontanen Handskizzen

07.05.07

Das "Tier" in mir

Mein Unterbewusstsein ist eine Wildkatze, allerdings mit einer Schulterhöhe von meiner Körpergröße.
 
Die Begegnung fand vor etwa zwei Jahren in einem Traum statt. „Leo“, wie ich ihn inzwischen nennen darf, schlich im Traum direkt neben mir her und ich bemerkte ihn erst, als er mich mehrmals versuchte abzudrängen, zumal ich mich in einem riesigen, dunklen Holzhaus auf einem Treppenabgang befand. Es erfasste mich Panik als ich „dieses Tier“ wahrnahm. Leo war aggressiv und roch laut schnaubend am alten Wäschebündel, das ich bei mir trug. Ich warf es weit vor mich hin, die nächste Treppe runter. Leo packte es mit einem Sprung und zerfetzte es total. Dann knurrte er mich zornig an – schweißgebadet und absolut geschockt wurde ich sofort wach und hatte Todesängste.

Nach diesem Erlebnis fragte ich mich, was das war, so extrem realistisch und tief beeindruckend. Bald schon wusste ich, dass dies mein Unterbewusstsein gewesen sein musste, und inzwischen sind wir dicke Freunde.

Ich habe seitdem beobachtet, dass sich ein Unterbewusstsein ganz individuell ein eigenes Aussehen verpasst – von Mensch zu Mensch verschieden. Meiner jüngeren Tochter ist es in einer Hypnosesitzung als ein riesiger Augapfel erschienen, meinem ältesten Sohn als aufrecht sitzender Fuchs mit Löwenmähne. Zwar wirken die Erscheinungen anfangs beängstigend oder gar hässlich, später jedoch sind es genau die Formen, die zum eigenen Unterbewusstsein einfach gut passen.
 
Wenn Sie selbst ein solches Erlebnis hatten oder bald umsetzen wollen, schreiben Sie mir doch von Ihren Erfahrungen! Ich würde mich sehr freuen!


27.04.07

Negative (Dauer-)Belastungen schaden dem Gehirn

Jonathan Lehrer schreibt in der Zeitschrift „SEED“ (Ausgabe Feb./März 2006) von Forschungsergebnissen der Psychologieprofessorin Elisabeth Gould, Universität Princeton, aus denen hervorgeht, dass Gehirnmechanismen direkt Umwelteinflüssen unterliegen. Demnach sei festgestellt worden, dass die Struktur und die Dichte von Gehirnen (bei Primaten und Ratten) absolut davon abhängig sei, ob die Umwelt förderlich oder belastend ist. So konnte nachgewiesen werden, dass bei Dauerstress das Gehirn verkümmert, keine neuen Zellen mehr bildet und sich mehr und mehr nach innen richtet. Selbstverständlich habe all dies auch entsprechende, weitere, umfassende Begleiterscheinungen und Spätfolgen. Und weiter: Förderliche, positive Umwelteinflüsse können, sofern nicht zu spät eingesetzt, negative Gehirnentwicklungen zumindest teilweise wieder aufheben (diese Ergebnisse scheinen auf den Menschen analog anwendbar zu sein; Anmerk.des Verf.).

Anknüpfend an meinen ersten Text unter der Rubrik „Neues Können“, möchte ich nochmals auf unser Bildungssystem und das uns antrainierte, falsche Leistungsdenken hinweisen! Leistung kann besser, effektiver und für alle gesünder erbracht werden. Hier verursacht eine ganze Nation selbst und „freiwillig“ eine Überlastung und möglicherweise auch Schädigung von Generationen - Menschen, die später möglicherweise wichtige Entscheidungen für die Zukunft auch anderer Menschen treffen müssen! Inzwischen habe ich, was ich nicht für möglich gehalten habe, einige junge Menschen kennen gelernt, die Herz /Kreislaufbeschwerden haben, sich „ausgebrannt“ fühlen oder bei den einfachsten nervlichen Belastungen zur Tablette greifen müssen, weil sie es sonst nicht schaffen. Solche Entwicklungen dienen niemandem und sind, spätestens seit obigen Forschungsergebnissen, nicht mehr entschuldbar.

Richtig Essen aus hypnotischer Sicht

Essen dient nicht einfach nur der Sättigung, sondern hat das Ziel, dem Körper Energie zuzuführen und geistig-seelische Frische zu ermöglichen. Deshalb sehe ich ein paar Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um optimal essen zu können:

1. Das Getränk sollte nach Möglichkeit nur stilles Wasser sein (evtl. Leitungswasser).

2. Alle „Waffen“ werden abgelegt, die das Essen stören können (Mobiltelefon, Uhr etc.) sowie alle Geräte werden abstellen, die in der Nähe sind (TV, Computer etc.).

3. Einen Wecker oder Ähnliches stellen, der bei Ende der Essenspause klingelt, oder eine Person zum Erinnern beauftragen.

4. Allmählich ausrichten auf die eigenen Körperempfindungen und nach innen die Frage stellen, welche Nahrung die geeignete für das oben genannte Ziel ist. Auch auf eine ehrliche Antwort warten.

5. Sich im Klaren sein, dass die Pause sehr wichtig ist und einem zusteht.

6. Während des Essens absolutes Schweigen.

7. Mit allen Sinnen essen.

8. Viel Zeit lassen (min. 30 Minuten) und mit positiven Gedanken begleiten („Nahrung wird mir gut tun, leicht verdaulich sein, Energie spenden“ etc.).

9. Genießen.

10. Möglichst immer zu gleichen Tageszeiten essen.

22.04.07

Nützliche Tipps Nr. 4

Oft kommt es vor, dass Kinder Angst vor dem Zahnarzt oder vor dem Bohren haben. Kindern kann man sehr leicht und nachhaltig mit kleinen hypnotischen Übungen beibringen, mit solchen Problemen kreativ und effektiv umzugehen. Ein Einstieg kann sein, wenn man weiß, dass das Kind kitzlig ist. Das hört sich seltsam an, aber ich komme gleich zur Sache:
Zum allgemeinen Vergnügen wird trainiert, dass das Kind immer mehr Kontrolle über sich selbst bekommt, auch wenn es von jemand anderem gekitzelt wird, bis das Kind schließlich tatsächlich in der Lage ist, das Kitzeln völlig auszublenden. Wenn dieses Kind die Übung mit Sicherheit beherrscht, muss man es ihm bewusst machen, indem man es darauf hinweist (z.B. sagt: „Schau mal, was du kannst: Ich kann dich kitzeln und du kannst das völlig wegdenken. Das ist eine große Leistung, die nicht jeder kann, aber du kannst es! Und das schöne ist, das kannst du jetzt auf Alles anwenden, nicht nur aufs Kitzeln. Nämlich, wenn du das nächste Mal zum Zahnarzt gehst, kannst du dich ganz wohl und sicher fühlen und, wenn er bohrt, kannst du das Gefühl vom Bohren einfach wegdenken und an etwas Schönes denken!“).

Wenn das Kind dann tatsächlich zum Zahnarzt geht, ist es natürlich sinnvoll, das Kind an seine Fähigkeiten kurz vorher zu erinnern, damit es selber ganz interessiert an dem Erfolg ist.

Sollte Ihr Kind nicht kitzlig sein, brauchen Sie einen anderen Einstieg. Hier können Sie zum Beispiel mit dem Kind den Gedanken und die Vorstellung eintrainieren, alle Gefühle aus einer Hand oder einem Fuß heraus zu nehmen bzw. zurückzuziehen. Ist das gelungen, kann man wie oben beschrieben weiter verfahren.
Ich freue mich hierzu über jede Mitteilung!
PS: Es gibt eine Gesellschaft für zahnärztliche Hypnose, die diese Wirkung auch gerne nutzt. Siehe hierzu http://www.dgzh.de/

Spiegel-Geschichte 3

Ein Mann, etwa 50, seit vielen Jahren ungebremst auf vielen Gebieten erfolgreich, hat einen großen Garten. Und in diesem Garten stehen fünf Bäume, die eigentlich schon längst weg sein sollten, denn so ein Garten, sein Garten, sollte völlig neu und einfach zeitgemäß gestaltet sein! Die Bäume sind groß, stark und gesund und die Frau von dem Mann fragt: „Muss das denn sein? – Willst du das denn nicht von Spezialisten machen lassen?“ Der Mann will es zum Einen jetzt machen, weil er es nun eben machen will, und zum Anderen, er selbst kann das besser als irgendwelche teuren „Spezialisten“.

Gesagt, getan. Nach drei Tagen sind bei allen Bäumen die Kronen abgeschnitten, nach vier Tagen auch die Stämme bis auf 1,50m über den Boden gekürzt. Dann beginnt er, eine Wurzel freizulegen, denn er will ja gründlich arbeiten, wie immer. Aber er kommt nicht weit. Irgendwie will sein Körper nicht so, wie sein Geist. Die nächste Nacht schläft er schlecht. Am nächsten Tag fühlt er sich hundeelend. Auch die folgende Nacht bringt keine Erholung. Und weil das so weiter geht, kommt er ans Denken, über sein Leben und über sich selbst - und altert in wenigen Stunden viele Jahre.

Nützliche Tipps Nr. 3

Es ist ganz natürlich, dass Menschen immer wieder mit sich selbst einen Dialog führen, meist nur innerlich, ab und zu auch äußerlich. Vielleicht ist dies ein Trick unseres Tagesbewusstseins, die Aufmerksamkeit der einzelnen Person „bei der Stange“ zu halten? Wie dem auch sei taucht doch die Frage auf, zu wem der Mensch da eigentlich sonst noch spricht. Ich denke, man spricht auch mit seinem Unbewussten (= Unterbewusstsein). Aber eigentlich nicht wirklich bewusst und ausgerichtet genug. Wenn man aber doch schon laufend Dialoge mit sich selber führt, sollte man vielleicht auch direkt „adressierte“ Worte an das Unbewusste richten können. Ich empfehle dabei einen mindestens freundlichen Umgangston und für Leute, die so noch nie vorgegangen sind, Themen, wie wenn man jemanden Unbekannten gegenübersteht. In diesem Fall kann man mithilfe der Antworten das Unbewusste deutlicher wahrnehmen, besser erkennen und, besonders wichtig, eine gute Beziehung dazu aufbauen.
Später mehr dazu. Was halten Sie davon?

20.04.07

Test-Spiel gefällig?

Alle paar Jahre wir das „Geld-Schnapp-Spiel“ (oder wie immer man das nennen möchte) gespielt: Eine Person hält einen Geldschein an einer schmalen Seite senkrecht nach unten, eine andere Person hält eine Hand so, dass der Geldschein in der Mitte zwischen Daumen und Finger der geöffneten Hand positioniert ist. Nun kommt es darauf an, dass die Person, die den Geldschein hält, diesen so plötzlich wie möglich loslässt. Die andere Person soll dann versuchen, den Schein zu fangen.

Dieses Spiel ist wunderbar als Test-Spiel geeignet: Machen Sie zunächst zehn Durchläufe quasi „ohne Alles“ und merken Sie sich, wie oft der Schein gefangen wurde. Dann soll die „Fänger-Person“ sich ganz entspannen und so lange innerlich daran auf beliebige Weise „arbeiten“, bis sich bei ihr die Einstellung etabliert hat, dass sie auf jeden Fall den Geldschein sehr oft fangen wird (vielleicht sogar mit einer sportlich-kämpferischen Motivation!). Dann machen Sie das Spiel noch mal und vergleichen das Ergebnis mit dem ersten. Wenn Sie es richtig gemacht haben und sich selbst sicher und locker dabei gefühlt haben, wird das Ergebnis deutlich besser sein.

Schreiben Sie mir Ihre Erfahrung.
Manche sagen, dies sei Suggestion, ich sage, es ist Hypnose.

19.04.07

Zeit-Spiele

Jeder Mensch erfährt Situationen, allerdings eher meist unbewusst, die er nicht einfach als ein feststehendes Maß mit einer bestimmten Dauer wahrnimmt, wie etwa eine Stunde oder eine Sekunde, sondern die auch eine bestimmte Qualität haben kann. So kann es eine Zeit der Freude, des intensiven Arbeitens oder der Aufopferung sein. Auch kann die Zeit als richtig oder falsch für ein bestimmtes Vorhaben betrachtet werden oder als kurze Zeit oder beinahe stehende Zeit empfunden werden. Diese Zeit-Erscheinungen, behaupte ich mal, haben einen hohen Wahrheitswert für den Einzelnen, weil er in dieser Zeit gefangen ist und keine Alternative hat. Was sagen Sie, liebe Leserinnen und Leser, zu solchen Erfahrungen? Wenn Sie wollen, schreiben Sie mir mal dazu.

Hier bietet sich ein weites Lern- und Übungsfeld, auf das ich jetzt einmal eingehen möchte:

1. Wenn Sie einmal Ihre “Innere Uhr“ benutzen wollen, die jeder Mensch in sich trägt, dann experimentieren Sie einmal damit. Sollten Sie am nächsten Tag frei haben, sagen Sie Ihrem Unbewussten, es soll Sie zu einem beliebigen Zeitpunkt am nächsten Morgen pünktlich wecken (z.B. neun Uhr).

2. Sagen Sie Ihrem Unbewussten, es soll Sie nach einem bestimmten Zeitabschnitt (in zwei, drei … Stunden) an etwas Bestimmtes erinnern.

3. Sagen Sie vor Beginn einer langwierigen und langweiligen Veranstaltung (Unterricht, Vortrag, Meeting, …), dass diese Zeit Ihnen kurz und interessant vorkommen wird.

4. Sagen Sie Ihrem Unbewussten vor einem freien Tag, es soll Ihnen einen wunderschönen und langsam vergehenden Tag schenken.

Später mehr davon.

Experimentieren Sie und teilen Sie allen anderen und mir doch Ihre Erfahrungen mit! Es würde mich sehr freuen, von Ihren eigenen Erfahrungen zu hören!

15.04.07

Nützliche Tips Nr. 1 und 2

In der Hypnose spielt die Lenkung der Aufmerksamkeit und Bewusstseinstraining eine wichtige Rolle. Allgemein geht man davon aus, dass der Mensch sich nur einer begrenzten Menge von Vorgängen und Punkten gleichzeitig bewusst sein kann. Dabei wirkt die Aufmerksamkeit (Bewusstseinsfokus) noch einmal verengend. Hören wir beispielsweise sehr aufmerksam einen wichtigen Fernsehbericht zu, dann können wir uns nur sehr schlecht auf noch Zusätzliches, Weiteres einlassen und werden wir dann angesprochen, hören wir in beide Richtungen nur noch mit halber Aufmerksamkeit zu.
Hypnose ist in eine ihrer Zielrichtung die Arbeit mit der bewussten ungeteilten Aufmerksamkeit, die dann spektakuläre Wirkungen ermöglicht! Das kann man trainieren und dazu möchte ich immer wieder einfache Tips an Interessierte geben, wie sie selbst in ihrem Alltag spielerisch mit ihrem Bewusstsein arbeiten können.
Und wenn es Spass macht kann der Anwendende auch andere einladen mitzumachen. Um das praktisch an einem Beispiel zu erläutern: Es ist tatsächlich möglich, wenn sie es lernen, nicht kitzlig zu sein, durch das Training solcher Fähigkeiten in bestimmten Situationen, etwa beim Zahnarzt Schmerzgefühle abzustellen. Bei den folgenden Tips fange ich mit sehr einfachen Beispielen an, die den einen oder anderen vielleicht schon bekannt sein könnten. Aber das ist am Anfang immer so:

1. Trainieren Sie jede einzelne Handlung, die Ihnen geeignet erscheint, mit voller Aufmerksamkeit auszuführen und kündigen Sie diese innere Handlung auch vorher an (innerlich oder äußerlich). Bevor Sie z.B. ein Kaffee trinken sagen Sie, dass Sie mit ungeteilter Aufmerksamkeit nun einen Kaffee trinken werden. Und seien Sie für die Zeit des Kaffeetrinkens eben ausschießlich ein Kaffeetrinker und nicht auch eine Jornalistin oder ein Immobilienberater.

2. Daran anschließend können Sie die Übung noch erweitern, indem Sie das bewusste Kaffeetrinken vorher noch zusätzlich mit einer wünschenswerten Wirkrichtung verknüpfen. Das nennt man eine selbsterfüllende Prophezeiung. So können Sie etwa sagen: „Ich trinke jetzt meinen Kaffee mit ganzer Aufmerksamkeit und werde feststellen, dass ich mich danach absolut gestärkt fühle.“ Dann während des Kaffeetrinkens sollten Sie Vertrauen darauf hin haben, den gewünschten Erfolg auch tatsächlich zu erleben. Vielleicht einfach neugierig auf den Erfolg warten.

Weitere Beispiele für diese Art des bewussten Tuns:
- Wenn Sie baden oder duschen tun Sie dies ganz und waschen Sie ihre Sorgen gleichzeitig mit ab oder spülen Sie ihre Krankheit weg.
- Wenn Sie essen, können Sie auch Vitalität, Gesundheit, Lebensfreude mitessen.
- Wenn Sie wichtige Medizin zu sich nehmen müssen können Sie gleichzeitig unerwünschte Nebenwirkungen ausschalten.
- Wenn Sie eine geschäftliche Veranstaltung haben können Sie gleichzeitig den Erfolg der Veranstaltung „prophezeien“ u.s.w..

Grundsätzlich ist zu erwähnen, dass Sie nur positive Formulierungen benutzen dürfen (Bsp.: Bau keinen Unfall, besser: Komm gut an) und sich sagen, dass der gewünschte Erfolg schon irgendwie eintreten wird. (Der Weg braucht nicht konkret eingegrenzt werden.)
Sie werden selber viele Anwendungmöglichkeiten in Ihrem Leben finden.

Warum ein Hypnoseblog?

Bis heute kann niemand sagen, was Hypnose genau ist. Über die letzten Jahre habe ich mehr und mehr den Eindruck gewonnen, dass die gängigen Vorstellungen über Hypnose im Ansatz zwar richtig sind aber viel zu kurz greifen. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass Hypnose wesentlich stärker in unserem Leben verbreitet ist, als es allgemein angenommen wird. Trance (z.B. Alltagstrance) als Basis für Hypnose ist eine kluge und lebenswichtige Einrichtung von der Natur für den Menschen, davon bin ich überzeugt.
Ebenso glaube ich Beweise dafür zu haben, dass sich das menschliche Leben in überwiegender Weise im Trance- bzw. Hyppnosezustand abspielt. Sollte dieses zurteffen, hat das weitreichende Konsequenzen für unser ganzes Leben. Dieser Umstand motiviert mich zu diesem Thema aktiv und öffentlich beizutragen.
In diesem Sinne liegt es mir besonders am Herzen immer wieder für meine Leserinnen und Leser auf die hypnotischen Elemente im Alltag hinzuweisen und mit Hilfe von nützlichen Tips Hypnose praktisch, sinnvoll und gewinnbringend darzustellen.

13.04.07

Spiegel-Geschichte Nr.2

Da gab es mal den interessanten Witz:
(Mutter) “Ich habe meinen Sohn tausendmal gesagt, diese Frau ist nichts für dich! – Jetzt wohnt er wieder bei mir.“

Spiegel-Geschichte Nr.1

Da sind sehr ordentliche, fleißige und strebsame Eltern mit ihrem Kind. Das Kind ist sehr willkommen und wird auch gleich gerne fortgegeben. Das Kind “fremdelt“ zwar und weint anfangs schon mal (bei der Krabbelgruppe genauso wie beim Kindergarten und bei Schulbeginn), aber irgendwann verliert sich das. Zumindest fällt es den Eltern nicht mehr auf. In der Schule klappt´s nicht so gut wie die Eltern wollten, also wird Nachhilfe organisiert. Dann darf das Kind noch ein Instrument lernen und in den Sportverein gehen, damit es nicht dick wird. Die eher schwachen Schulleistungen werden mit Taschengeldkürzung belohnt, wenn es mal unzumutbar für die Eltern wird und Fernsehen und Videospiele dürfen eigentlich ja sowieso nicht sein, wie man weiß.

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